Top-Eventers: Spitzenpferd Carolyn zukünftig für Spanien am Start

Die Ränge und Stehplätze der Kurt-Günter Jagau Halle in Luhmühlen waren mit ca. 650 Zuschauern prall gefüllt, als Auktionator Friedrich-Wilhelm Isernhagen, Elmar Lesch und Iris Schless pünktlich um 15 Uhr mit der Ponykutsche in die Bahn gefahren wurden, um die diesjährige Top-Event-Horse-Auction zu eröffnen.

Einen Einstand nach Maß bot die 5-jährige Hannoveraner Stute Carolyn (Connery-Sherlock Holmes), die nach einem spannenden Bieterduell für 41.000 Euro nach Spanien verkauft wurde. Sie wird Stallgefährtin der ehemaligen Auktionspferde Windsor H und O Lady Mary.

Den weitesten Weg in ihren neuen Stall hat das zweitteuerste Pferd, Lavinia S: Erstmals haben sich Australier den Zuschlag für einen Top-Eventer in Luhmühlen gesichert. Die fünfjährige Stute von Laptop aus einer Mutter von Ramiro´s Son II, die schon auf dem Bundeschampionat viele interessierte Blicke auf sich zog, tritt in Kürze die lange Reise nach "Down Under" an, um dort mit einer australischen Kaderreiterin ihre nächsten Erfolge zu feiern. Die schweizer Kundschaft war in diesem Jahr ausgesprochen stark vertreten. Gleich vier Aspiranten wechselten u. a. in den Stall einer schweizer Olympiareiterin. Überglücklich war die Amazone Tamara Acklin, die mit ihrem Trainer Christoph Meier nach Luhmühlen gereist war, nachdem sie ihre beiden "Wunschpferde" Moustiqe und Light of Polaris in Empfang nehmen durfte.

Darüber hinaus wurden mehrere Kaderreiter aus dem europäischen Ausland in Luhmühlen fündig. Top-Eventer der diesjährigen Kollektion werden zukünftig unter holländischer, belgischer, dänischer und schwedischer Flagge in das sportliche Geschehen eingreifen.

Auch unter den deutschen Käufern fanden sich prominente Namen, allen voran Olympiasieger Andreas Dibowski, der dem Charme des vierjährigen Winchester nicht widerstehen konnte und diesen "rohen Diamanten" der Kollektion ersteigerte.

Insgesamt wurden 11 Pferde ins Ausland verkauft, 12 Top-Eventer bleiben im Land. Knapp ein Drittel der versteigerten Pferde erzielten einen Preis von über 20.000 Euro. Das Preisgefüge war in diesem Jahr recht ausgeglichen, nur zwei Pferde waren günstiger als 10.000 Euro. Auktionsleiter Elmar Lesch und Iris Schless zeigten sich mit dem Gesamtergebnis durchaus zufrieden. "Vor dem Hintergrund, dass die Umsätze auf vielen Auktionsplätzen im Moment bis zu 30% rückläufig sind, können wir auf eine erfolgreiche Auktion zurückblicken. Wir haben unseren letztjährigen Durchschnittspreis nur knapp verpasst und sind deshalb überaus zufrieden. Insbesondere das positive Feedback von den Ausstellern, die unseren Reitern und Pflegern hinsichtlich der Vorbereitung und Präsentation der Pferde ein Lob ausgesprochen haben, hat das gesamte Team sehr gefreut," resümiert Elmar Lesch. "Die Tatsache, dass uns in diesem Jahr zum wiederholten Mal mehrere Auktionspferde aus renommierten Zuchtstätten anvertraut wurden und wir die Mehrzahl unserer Kunden bereits zum Stammkundenkreis zählen, erfüllt uns mit Stolz und der Gewissheit, den Anforderungen und Wünschen des Marktes gerecht zu werden. Der überwiegende Teil der Pferde wechselt in bekannte Turnierställe, das macht uns zuversichtlich, ihren sportlichen Werdegang weiter verfolgen zu können."



Bericht: Top-Eventers - Bilder: Thomas Ix

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