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Allgemeine Informationen

Die HSBC-FEI-Classics werden in 2010 zum dritten Mal ausgetragen und sind ein wichtiger Beitrag dazu, dass man als Profi in der Sparte Vielseitigkeit "gutes Geld" verdienen kann. Für den Sieger der Serie gibt es immerhin 150.000 US-Dollar (75.000/50.000/33.000/25.000), in 2009 konnten Dirk Schrade (2.) und Andreas Dibowski (3.) gemeinsam 125.000 US-Dollar nach Deutschland holen. Der Sieger und die Platzierten werden über ein Punktesystem ermittelt. Punkte sammeln kann man bei den fünf oben genannten CCI****, wobei es nur für die zehn erstplatzierten jeder Prüfung Punkte gibt. Seriensieger wird der Reiter/die Reiterin mit den meisten Punkten nach dem letzten Turnier in Pau/FRA. Bei Gleichstand gewinnt derjenige mit weniger Minuspunkten in der Summe aller gewerteten Ergebnisse.

CCI**** in Pau/FRA - Sieg für Andreas Dibowski und Platz 4 für Kai Rüder



Der späte Termin des CCI**** in Pau machte es für viele Reiter nicht einfach ihre Pferde auf den Punkt in Höchstform zu präsentieren und auch Andreas Dibowski spürte bereits im Vorfeld, dass seine Stute FRH Fantasia nicht 100% Leistung erbringen würde. Interessanterweise dachte er dabei aber keinesfalls an Kondition oder Einstellung sondern an die Arbeit im Dressurviereck. Und so sollte es dann auch kommen: nach der Dressur an 11. Stelle mit 51,0 Minuspunkten, das geht besser und auch DIBO sieht sich normalerweise im vorderen Vierziger-Bereich.

Wer nun aber ein wenig enttäuscht weil in der Hoffnung auf einen Sieg die Prüfung beobachtete, wusste bereits nach den ersten Startern, dass doch noch alles offen ist. In Pau tut sich immer einiges im Gelände und auch in diesem Jahr forderte die anspruchsvolle Strecke präzises Reiten, konditionsstarke und mutige Pferde sowie eine mehr oder weniger große Portion Glück, manchmal in Form von "tausend Beinen" seines Pferdes. So sah man beispielsweise einige Pferde auf dem mächtigen Tisch direkt vor dem ersten Wasserkomplex auffußen und bereits einen Galloppsprung später wieder konzentriert in gebogener Linie auf den Einssprung zugehen.

Für Andreas Dibowski und FRH Fantasia lief alles nach Plan. Die Kondition stimmte, die Sprünge wurden alle sicher überwunden und nur am letzten Wasserkomplex änderte er seinen Plan, weil er das letzte Element kurz aus dem Blick verloren hatte und der direkte Weg dadurch zu viel Risiko bedeutete. Dafür gelang ihm aber als einem der ganz Wenigen der kurze Weg an der letzten Kombination der Geländestrecke, bergab über hochweit und dann im direkten Rechtsbogen auf eine Ecke mit Hecke. Ein Beweis wie fit Pferd und Reiter auch am Ende des Kurses noch waren.

Mit einer der besten Geländezeiten verbesserte sich Dibo auf den 4. Platz und nach vorne war noch einiges möglich, denn der Abstand zu Platz 3 und 2 betruge weniger als einen Fehler. Der Führende, William Fox-Pitt/GBR, hatte allerdings mehr als zwei Abwürfe Vorsprung, und so ganz insgeheim sah man schon einen weiteren "Treppchenplatz" Dibo's als mögliches Optimalergebnis.



Aber auch dieses Mal zeigte die Prüfung schnell, dass noch alles offen ist. Nicht weniger als 16 Paare verließen den Parcours mit einem zweistelligen Minuspunkte-Ergebnis. Den ersten von zwei Nullfehlerritten lieferte die Französin Gwendolen Fer mit Leria Du Ter ab, verbesserte sich damit aber nur um einen Rang auf Platz 6. Und dann ritt Dibo bei strömendem Regen ein, einmal rappelte die Stange gehörig ansonsten machte FRH Fantasia einen konzentrierten Eindruck und auch das Gelände schien ihr nicht in den Knochen zu stecken. Null Fehler - alles offen - der Krimi begann: der US-Amerikaner Boyd Martin kam als nächster an die Reihe und kasserte 17 Minuspunkte. Dibo jetzt auf Platz 3. Karin Donckers aus Belgien, der man mit bestem Gewissen auch einen Viersternesieg gönnen könnte, ritt einen ordentliche Parcours, der großrahmige Lamicell Charizard sprang aber doch zweimal zu nachlässig und so lautete das Ergebnsi 8 Minuspunkte und Dibo war Platz 2 schon mal sicher. Nur noch William Fox-Pitt musste den Parcours absolvieren, hatte mehr als zwei Abwürfe Vorsprung und ist auch nicht gerade ein Anfänger. Schon früh der erste Fehler, das kann passieren - kurz darauf der zweite Abwurf das war ungewöhnlich und die Spannung schwebte nicht nur über Pau. Ein paar Sprünge später fiel die Stange zum dritten Mal und Andreas Dibowski hatte das CCI**** mit FRH Fantasia, die im Besitz von Gabriele Giensch, der Gattin von Team-Arzt Dr. Manfred Giensch, und dem FRH ist, gewonnen.

Hier die Videos zum abschließenden Springen => am Besten in der Reihenfolge anschauen, dann kann man die Spannung noch einmal miterleben:









Was für eine Spannung, was für ein Moment! Er hatte es verdient, war super geritten und FRH Fantasia hatte bewiesen, dass sie zu den besten Pferden der Welt zu zählen ist!

Und wie das so ist, wenn man ein Super-Ergebnis zu feieren hat, rücken andere, gute Ergebnisse gerne mal in den Schatten: Kai Rüder beendete das CCI**** mit Leprince des Bois an 4. Position.

Genauso wie Andreas Dibowski kam auch Kai Rüder bei einer Richterin ein wenig schlecht weg in der Dressur, trotzdem lag er mit seinem Hengst auf dem guten 5. Platz nach der Dressur.

Dem Gelände sahen nicht wenige mit großer Spannung entgegen, denn Leprince des Bois hat zwar "alles drin", aber auch seinen eigenen Sinn für Tempo. Zum Gelände des CCI**** in Burghley/GBR 2009 befragt, antwortete Kai Rüder vor ein paar Wochen: "Im letzten Drittel der Strecke war ich nur zu Gast im Sattel." Anders ausgedrückt war er noch für Richtung und Distanz verantwortlich, das Tempo wurde von Leprince des Bois bestimmt, was die Sache für den Reiter nicht gerade einfach macht. Doch in Pau sah das ganz anders aus. Kai Rüder holte zwar von Anfang an nicht alles an Tempo aus seinem Hengst, hatte aber auch während der ganzen Srecke genug Kontrolle und so sah der Ritt nicht nur sicher sondern an manchen Sprüngen sogar allerbestens aus. Des Rätsels Lösung war eine neue Zäumung die Kai Rüder in Pau im Einsatz hatte und am Sonntag danach gefragt, berichtete er auch, dass dies die Lösung sein könnte.

Im abschließenden Springen kamen dann noch 8 Strafpunkte hinzu, 4 wegen eines Abwurfes und weitere 4 für Zeitüberschreitung. Es gab nirgends die Möglichkeit um etwas engere Linien zu reiten, das Tempo hingegen musste mit Blick auf möglichst wenig Fehler genau so gewählt werden, die Fehlerpunkte wurden also quasi mit einkalkuliert und im Endeffekt ging die Rechnung auf. Von Platz 5 nach dem Gelände ging es noch einmal um einen Platz nach vorne und Kai Rüder kann sich über die zweite Viersterne-Platzierung mit Leprince des Bois freuen und über eine hervorragende Empfehlung in bezug auf kommende Championatseinsätze.

Hier noch ein paar Videos vom Gelände in Pau - leider sind DIBO und Kai Rüder aber nicht dabei:







3.Mai - Springen - Andreas Dibowski wird 2. in Badminton

Dibo und Butts Leons dritter Streich

Hier ein Video mit Bilder aus Badminton:



Fotografiert und kommentiert von Klaus Kurk

In weniger als einem Jahr sicherten sich Andreas Dibowski und Euroridings Butts Leon die dritte silberne Schleife in einem Viersterne-CCI. Hut ab vor dieser Leistung. Mussten sich die beiden in Luhmühlen noch über einen Springfehler ärgern, gab es -genauso wie in Pau- im Stadion von Badminton eine insgesamt doch sichere Nullrunde. Rund 55.600 € sind der monetäre Lohn für die harten Tage im Südwesten Englands.

Vor Dibo gingen Caroline Powell / Lenamore und Daisy Berkeley -vielen sicherlich noch besser bekannt als Daisy Dick- und der championatserfahrene Spring Along ohne Fehler über den mit 13 Hindernissen und 16 Sprüngen gespickten Parcours. Ein Abwurf hätte das deutsche Paar hinter diese beiden Amazonen zurück fallen lassen.

Ohne Minenspiel ritt Andreas Dibowski in die Arena, ein kurzer Gruß zur Royal Box und dann zum Start. Die ersten beiden Sprünge waren nicht einzusehen, aber die Anzeige blieb bei 0 stehen. Dann die lange Seite an der Tribüne entlang: Ein Steilsprung und die zweifache Kombination - alles sauber. Links herum auf den Mitsubishi-Steilsprung zu, danach auf die rechte Hand und über den mächtigen Oxer, der auf der Diagonale steht. Aufpassen: Auf gerader Linie folgt der blau-weiße Lottery-Steilsprung. Auch sicher gemeistert. Rechtswendung und die Diagonale wieder zurück, jetzt mit einem Plankensteilsprung und dem weiten Oxer. Immer noch liegen alle Stangen in den Auflagen. Vor der Nordtribüne steht der nächste Oxer, der aus der Linkswendung anzureiten ist. Noch einmal links und dann in die Dreifache: Steil - ein Galoppsprung - Oxer - zwei Galoppsprünge - Steil. 180 Grad rechts und der letzte Oxer. Jetzt nur noch ein Steilsprung auf den Ausgang zu. Abgehoben, gelandet - die Zeit passt. Der fünfte Rang ist ihm sicher, aber es ist nicht zu erkennen, ob sich Dibo freut oder es die größte Selbstverständlichkeit der Welt ist, hier so eine Runde hinzulegen. Nur einmal hebt er kurz die Hand und winkt ins Publikum.

Das Döhlener Paar war gerade aus dem Parcours geritten, da setzte der große Regen ein. James Robinson und Comanche waren die ersten, die sich von diesen Bedingungen nicht leiten lassen wollten. Das Paar kam mit der Empfehlung eines sechsten Ranges in Burghley eingeritten. Im September hatten sie dort eine Nullrunde geschafft. Um es kurz zu machen: Ein Springfehler bedeutete am Ende Rang 6.

Danach war klar: Am Ende des Tages weht die schwar-rot-goldene Flagge mindestens für den dritten Platz.

Mit einem angespannten Gesicht ritt Simone Deitermann ihren 13jährigen Free Easy NRW in den Parcours - sie hatte sich eine fehlerfreie Runde vorgenommen. Bis zum Mitsubishi-Steilsprung ging alles gut, beim nachfolgenden Oxer traf der Wallach die vordere Stange mit der Vorhand. Nicht ganz so schlimm, immer noch in den Top-10. Danach blieb alles liegen, zu mindestens bis zur dreifachen Kombination. Hier gab es sowohl am Ein- als auch am Aussprung je vier Strafpunkte. Am Ende ein hervorragender 12. Platz in diesem Weltklassefeld.

Nachdem Mary King und Imperial Cavalier ihre Chance auf den zweiten Rang nicht nutzen konnten wird Andreas Dibowski schon einmal von einem Mitarbeiter des Veranstalters "abgeführt". Vielleicht muss / darf er das Siegerinterview führen.

Paul Tapner / Inonothing hatten "one rail in hand", durften sich bei einem Abwurf aber keine Zeitüberschreitung erlauben. Zur Erinnerung: In Luhmühlen war das australische Paar mit dreizehn Fehlerpunkten 7. geworden. Dieses Mal machte sie ihre Sache besser: Alle Stangen blieben liegen, nach dem letzten Sprung noch einmal richtig aufs Gaspedal und dann der Blick zur Uhr: Ich bin der Badminton-Champion 2010. Herzlichen Glückwunsch zum ersten 4*-Sieg.

Bleibt noch nachzutragen, dass sich Kai Rüder und Le Prince des Bois insgesamt vier Abwürfe und einen Zeitfehler eingefangen haben. Durch die vielen Ausfälle blieb es in der Rangierung bei Platz 39.

Greven, 4. Mai 2010 - Klaus Kurk



Hier Bilder vom Springen und dem Sieger Paul Tapner mit Frau und Sponsoren (alle Bilder von Kit Houghton):


Hier Videos vom Montag in Badminton:
Pressekonferenz mit den Siegern
Mark Todd Video-Tagebuch vom Montag
Clayton Fredericks Video-Tagebuch vom Montag
2.Mai - Geländetag

Das Sahneteilchen zum Geburtstag

Die seit heute 29jährige Simone Deitermann (Bild links zum Vergrößern bitte anklicken) aus dem westfälischen Saerbeck hat sich selber reichlich beschenkt: Ohne Hindernisfehler und mit nur 8 Sekunden Zeitüberschreitung pilotierte sie den 13 Jahre alten Free Easy NRW durch den Park des Duke of Beaufort und damit auf den dritten Rang nach diesem selektierenden Geländetag. "Einfach nur geil, besser kann ein Geburtstag nicht sein" ließ Simone direkt nach dem Absatteln ihren Gefühlen freien Lauf, strahlte über das ganze Gesicht und bekam sich vor Freude fast nicht wieder ein - wer will es ihr verdenken.

"Zu Anfang war er etwas doll, etwas heftig. Das ging so bis zum Wasser. Im Huntsmans Close habe ich einmal richtig Glück gehabt" erkannte sie die leicht brenzlige Situation in der Hindernisfolge 7 - 10: Ein dicker Oxer, ein weißer Steilsprung in den Wald hinein, aus der Richtung eine ganze schmale Heckenecke und dann nach einer Linkswendung über einen Baumstamm wieder ins Helle. "Nach der Ecke wollte Free Easy geradeaus und ich musste doch deutlich einwirken. Dadurch kamen wir nicht in die Distanz zu 10 - und da wurde es ganz schön eng." Um sofort wieder lobende Worte für ihr Pferd zu finden: "Er hat halt sehr schnelle Beine".

Der erste Wasserkomplex, vis-a-vis der Nordseite von Badminton House: Ein schmaler Flechtsprung ins Wasser, vier Galoppsprünge und ein ebenfalls schmales Element im Wasser danach auf gebogener Linie mit drei Galoppsprüngen über eine Hecke wieder heraus aus dem See. Free Easy sprang beide Distanzen mit drei Galoppsprüngen: "Beim Aussprung war er ganz schön dicht davor, er springt halt einfach immer weit nach vorne."

Vor ihr ging Anna Warnecke mit dem sehr erfahrenen Twinkle Bee an den Start: Ohne Probleme über eins und zwei, danach der leichte Anstieg zum Quarry. Die erste richtige Abfrage: Über einen Baumstamm in die Tiefe, durch das Quarry, auf die Anhöhe und dann der mächtige Schweinerücken. Ein weiter halber Zirkel, wieder hinein in das Loch, Baumstamm und über einen weiteren Stamm bergauf wieder heraus. Alles super. Danach die Lautsprecherdurchsagen: Clear in Huntsmans Close, The Lake: Clear. Sprung 13 ohne Probleme, sicher durch die alte Sunken Road - Und dann: Twinkle Bee had a fall at fence 15! Aus der Traum von einer Wiederholung der guten Platzierung aus dem letzten Jahr.

Andreas Dibowski setzte sein Vorhaben mit Euroridings Butts Leon professionell um: Ohne Geländefehler, nur minimal aus der Optimum-Time heraus übernachtet er auf Rang 5. Nur er und James Robinson / Comanche (der seine fünfte Badminton-Runde absolvierte) schafften es, ihre Dressur-Top-Ten-Platzierung durch den Geländeteil zu bringen. Ein Indiz dafür, wie das Feld heute durcheinander geraten ist.

Vor Sprung 14, dem Countryside Complex, holte Dibo weit aus und brachte Leon auf gerader Linie vor das erste Element, sicher kamen die beiden danach durch die Senke und auf direktem Weg über den dritten (mit etwas Vorhandkontakt) und den vierten Teil (mit sehr viel Luft) des Hindernisses. Dann die Schleife durch das Farmyard, die Sprünge am Bach, die Outlander Bank, der mächtige Oxer zurück. Den Hügel hoch zum Shogun Hollow: Zunächst das 1,16 m hohe Rick - Leon schaut in den Graben und touchiert die Stange, landet sicher, springt aus dem Graben heraus und dann direkt auf die nächste Ecke zu: 1,20 m hoch und nicht wirklich breit. Leon hebt so ab, dass Dibos Knie bis vor den Sattel rutscht. Danach wieder die Lautsprecherdurchsagen: Bis zum Ende ziehen die beiden das Ding durch.

Kai Rüder hatte als letzter Adlerträger alle Trümpfe in der Hand: Seine direkte Verfolgerin Ruth Edge war schon ausgeschieden, zu Tina Cook hatte er einen Vorsprung von 19 Sekunden. Alles hörte sich gut an. Dann kam er den Weg zum Farmyard (Sprung 14) herunter galoppiert: Kein Vergleich zu Burghley. Der Hengst ließ sich regulieren, galoppierte in die Hand, nahm die Wendung an, sprang die beiden Ecken auf dem direkten Weg. Vor dem Einsprung zum zweiten Wasserhindernis gab es ein kleines Abstimmungsproblem, die Distanz wurde sehr dicht, aber mit dem Vermögen des Summer Song-Sohnes ging alles glatt. Im Wasser musste Kai zum Aussprung viel Druck machen und kam dann etwas groß über den zweiten Sprung. Aber es ging ja nicht um irgendeinen Stilpreis. Für Sprung 17, die Schräge Hecke hinter dem Graben, reichte ein großer Satz. Am nächsten Sprung gab es dann den Stopp: Aufsprung mit wieder einem Graben und dann auf In-Out der Baumstamm, über den es nicht weiter ging. Runter zur Alternative, Tempo herausnehmen und das Pferd gesund nach Hause reiten. Durch die zwanzig Strafpunkte und die Zeitfehler wurden Kai und Le Prince de Bois bis auf den 39 Platz durchgereicht.

Hier Bilder vom Gelände (alle Bilder von Kit Houghton):


Leider gibt es auch eine sehr traurige Meldung: Louisa Lockwood hat im Huntsmans Close einen Sturz. in dessen Folge die 11jährige Desert Island eingeschläfert werden musste.

Nach dem heutigen Geländetag sind von den ehemals 83 Startern noch 57 in der Wertung. Sam Watson / Horseware Bushman (arbeiteten sich um 34 Plätze auf Rang 8 vor), Nicola Wilson / Opposition Buzz (von 52 auf 11) und Benjamin Massie / Haston d'Elpegere (von 75 auf 27) und Sian Wynne Morris / Just Appeal (von 81 auf 31) sind die einzigen, die noch ihr Dressurergebnis auf dem Scoreboard haben. Weitere 39 Starter kamen ohne Hindernisfehler ins Ziel. Dreizehn Stürze von Reitern und oder Pferden sind vermerkt. Louise Skelton und Bit of Barney wurden disqualifiziert, da sie im zweiten Wasserkomplex einen Sprung von der falschen Seite genommen hatten. William Fox-Pitt hat Seacookie während der Aufwärmphase zurück gezogen. Er hatte den Eindruck, dass das Pferd sich nicht wohl gefühlt habe.

Und was sagt das Geburtstagskind mit dem Blick auf Montag: "Mein Pferd kann im Parcours Null gehen - Und das habe ich auch vor."

Badminton, 2. Mai 2010 - Klaus Kurk

Mark Todd Video-Tagebuch vom Sonntag
Clayton Fredericks Video-Tagebuch vom Sonntag
Cross: Paul Tapner mit Stormhill Michael
Cross: Zara Phillips mit Glenbuck


1.Mai - 2. Dressurtag

Gut - besser - Rüder

"Mann oh Mann" mehr vermochte Bundestrainer Hans Melzer nach der phänomenalen Badminton-Dressur von Kai Rüder und Le Prince de Bois nicht mehr sagen. Um fast 13 Punkte verbesserte das deutsche Paar seine Leistung von Burghley, und das war erst im September.

"Ich musste es nur herauslassen" kommentierte ein über das ganze Gesicht strahlender Kai Rüder. "Er hat sich von Jahr zu Jahr verbessert. Wir haben auch diesen Winter zu Hause hart gearbeitet, er hat viel Kraft bekommen und jetzt war ich schon den ganzen Monat bei Chris Bartle" gab Rüder etwas von seinem Erfolgsrezept preis. "Er hat eine tolle Selbsthaltung, ist sehr losgelassen und die letzten 10 % müssen einfach von alleine kommen. Es macht in der Prüfung keinen guten Eindruck, wenn man versucht, zu viel über die Einwirkung des Reiters zu machen" lobte er den 11jährigen Hengst. Auch das Publikum spürte, dass es eine tolle Vorstellung zu sehen bekam: Mehrmals ging ein deutliches Raunen durch das Stadion, sowohl wegen der gezeigten Leistung als auch der Benotung durch die Richter. Mit einem lang-anhaltenden Applaus wurde der Ritt zusätzlich belohnt.

"Ich hatte mir eine Note von Anfang 40 erhofft, und bin mit den 43,7 gut zufrieden" kommentierte Andreas Dibowski die Badminton-Premiere von Euroridings Butts Leon. Die Note wurde nachher noch auf 43,5 Punkte korrigiert. "Wenn ich damit am Abend noch in den Top-10 bin, ist alles gut" hatte er einen guten Riecher: Im Zwischenklassement rangiert der Döhlener nun auf Rang 7.

20 Minuten intensives Morgentraining und eine Viertelstunde echtes Abreiten haben heute für Butts Leon vollkommen ausgereicht. Genau wie Free Easy war er auf dem Abreiteplatz noch lockerer: "Wir waren zwar vorgestern einmal kurz in dieser Arena und konnten eine Runde Schritt reiten, aber jetzt mit den Zuschauern und den klickenden Fotoapparaten ist es doch wieder ganz etwas anderes" brauchte es schon die ganze Erfahrung des zweimaligen Badminton-Vize. Heute konnten beide vor allem in der Galopptour punkten. "Er ist einfach zufrieden, wenn er so galoppieren kann. Im Schritt war ich nur froh, dass er keine Taktfehler gemacht hat. Froh bin ich auch, dass ich die Aufgabe heute reiten konnte. Gestern war es einfach zu kalt. Leon friert schnell und wird dann sehr sensibel" so ein rundherum zufrieden wirkender Dibo.

Er hatte in dieser Beziehung Glück, da die letzte Gruppe der Reiter von einem kalten britischen Mairegen erwischt wurde. Und unter diesen Bedingungen musste dann doch noch ein Deutscher leiden: Seacookie, der von Ingrid Klimke in den großen Sport gebrachte Helikon-Sohn mit dem Trakehner-Brand erhielt mit William Fox-Pitt 42,7 Punkte.

Hier Bilder von der Dressur (alle Bilder von Kit Houghton):



Was sagen die "deutschen Herren" zum Gelände?

O-Ton Kai Rüder: "Ein toller Kurs, schwer, und sicherlich der anspruchsvollste der Welt. Geplant ist, überall den direkten Weg zu gehen. Die Zeit könnte machbar sein, allerdings sind viele Sprünge aus Wendungen anzureiten und da bleibt schon mal was liegen. Ich bin Realist und werde nicht alles riskieren - lieber komme ich noch mal wieder." Nach seiner Aussage lag im Winter ein Trainingsschwerpunkt in der Rittigkeit: "Springen kann er alles. Jetzt sollte es darum gehen, dass er mehr auf meine Körperhaltung reagiert, ich nicht so stark mit Hand einwirken muss und ihn am Sprung mehr loslassen kann."

O-Ton Andreas Dibowski: "Ein moderner, technischer Kurs. Die Intention des Aufbauers ist klar: Tempo heraus nehmen, erreicht dadurch, dass viele Sprünge aus Wendungen anzureiten sind. Ich finde es gut, dass die Abfragen Quarry (Hindernisse 3-6) und Huntsmans Close (7-10) so früh kommen. Da trennt sich gleich die Spreu vom Weizen. Das Geläuf ist gut, allerdings glaube ich nicht, dass der Kurs es erlaubt, am Ende Sekunden herauszuholen. Eigentlich muss man immer etwas vor der Uhr sein. Mein Pferd hat mittlerweile sehr viel Erfahrung. Ich versuche eine fehlerfreie Runde zu reiten - die Zeit muss man dann mal sehen."

Und für diejenigen, die sich -wie der Schreiber auch- über die Abzüge bei Simone Deitermanns Dressurnote wundern: Nach dem Glockenzeichen des Richters hätte sie innerhalb von 45 Sekunden im Viereck sein sollen: "Ich hab mir nichts dabei gedacht und als die Zeit vorbei war, war ich noch zehn Meter entfernt."

Badminton, 1.Mai 2010 - Klaus Kurk

Kai Rüder - kurz und gut ...
Pressekonferenz von Samstag ... auch mit Kai Rüder
Mark Todd Video-Tagebuch vom Samstag
Clayton Fredericks Video-Tagebuch vom Samstag


30.April - 1. Dressurtag

Ruth Edge führt das Badminton-Feld nicht ganz überraschend an

Nach ihrem Luhmühlen-Sieg und den -auf Grund einer Beinverletzung- verpassten Olympischen Spielen sind Ruth Edge und Two Thyme wieder ganz vorne angekommen: Alle drei Richter (Nicoli Fife aus Neuseeland, der einheimische Nick Burton und Christoph Hess aus Warendorf) sahen die amtierende britische Championesse einheitlich auf dem ersten Platz. "Wegen der langen Pause fehlte mir sogar noch die Qualifikation für hier. Erst der Veranstalter hat mich darauf hingewiesen" erzählte die Amazone am Abend. Daraufhin habe sie in Burnham noch schnell ein CIC-3* geritten und war dort 6. geworden.

Bekanntermaßen war dort Simone Deitermann direkt vor ihr platziert. Die aus dem westfälischen Saerbeck angereiste deutsche Kaderreiterin haderte etwas mit ihrem ersten Badminton-Auftritt: "Seit 17 Jahren reite ich Vielseitigkeitsprüfungen. Immer war es mein Traum, hier zu reiten. Und mit diesem Pferd wollte ich eigentlich auch eine 30er-Dressur hinlegen." Auf dem Abreiteplatz sah alles danach aus. Free Easy NRW ging sehr ausgeglichen, trat sicher ans Gebiss, zeigte sehr gute Trabverstärkungen und einen völlig losgelösten Schritt. In der Main-Arena kratzte er sich dann allerdings auf und stand schon bei der Grußaufstellung unruhig. Fast durchgängig lagen ihre Noten im 7er und 8er Bereich. "Eine 7 im Schritt ist schon eine gute Note, aber wenn auch eine 9 drinsitzt…" trauerte sie der vermeintlich noch besseren Ausbeute etwas hinterher.

Hier Bilder von den führenden 5 Paaren nach dem ersten Dressurtag (alle Bilder von Kit Houghton):


Ein deutlich besseres Ergebnis als im letzten Jahr erkämpfte sich schon am Mittag Anna Warnecke mit ihrem irischen Wallach Twinkle Bee: Fast 7 Punkte weniger (53,3 statt 60,0 in 2009) ist der Lohn der kontinuierlichen Dressurarbeit in Zusammenarbeit mit Chris Bartle. Wäre ihr das schon im letzten Jahr gelungen, hätte sie diesen Klassiker auf dem dritten Rang beendet. Eine hervorragende Ausgangsposition für das Paar (O-Ton Anna Warnecke: "Twinkle Bee ist eher ein 4* als ein 3*-Pferd."), das immer noch mit einem Start bei den Weltmeisterschaften in Kentucky liebäugelt.

"Es fühlt sich an, als wäre ich nie weg gewesen" kommentierte ein losgelöster Mark Todd nach seiner Dressuraufgabe. Mit Grass Valley, dessen Stärken ("He's a very good jumper.") wohl erst am Sonntag und Montag richtig zur Geltung kommen, musste sich der zweifache Badmintonsieger und Doppelolympiasieger mit 55,8 Punkten und Platz 23 zufrieden geben.

Badminton, 30. April 2010 - Klaus Kurk

Mark Todd Video-Tagebuch vom Freitag
Clayton Fredericks Video-Tagebuch vom Freitag


29.April - Verfassungsprüfung

Mit der heutigen 1.Verfassungsprüfung hat das CCI**** in Badminton nun endlich begonnen und alle vorgestellten Pferde "passierten" die Richtergruppe und den Tierarzt mit einem o.k.. Für drei Pferde hieß es zwar noch kurz die Luft anhalten - Holding Box - dann konnten aber auch diese Kandidaten von ihrer Frische und Gesundheit überzeugen. Die deutschen Pferde zeigten sich in aller bester Form und nun können sich erst einmal alle auf die Dressur konzentrieren.

Aus deutscher Sicht hat man den Damen den Vortritt gelassen, am Freitag nämlich werden Anna Warnecke mit Twinkle Bee (12:14 Uhr GB-Zeit) und Simone Deitermann mit Free Easy NRW (15:48 Uhr GB-Zeit) ins Viereck einreiten, am Samstag folgen dann Andreas Dibowski mit Euroridings Butts Leon (10:32 Uhr GB-Zeit) und Kai Rüder mit Leprince des Bois (11:42 Uhr GB-Zeit). Hinweis: Wir sind sozusagen eine Stunde vor den Briten: Badminton 12:00 Uhr = hier 13:00 Uhr.


Hier ein paar Bilder von Kit Houghton. Besonders schön, weil man auch eher unbekanntere Reiterinnen sieht:



Mark Todd Video-Tagebuch vom Donnerstag
Clayton Fredericks Video-Tagebuch vom Donnerstag


28.April - die Stars sind angekommen
Reiter und Pferde kommen an ...
Mark Todd Video-Tagebuch vom Donnerstag
Clayton Fredericks Video-Tagebuch vom Donnerstag


28.April - Vorbericht

Es ist und bleibt einer der sportlichen Höhepunkte im Kalender der Vielseitigkeitsreiter und -Fans: das CCI**** in Badminton/GBR. Besonders schön natürlich, wenn auch deutsche Paare am Start sind. In diesem Jahr dabei sind Anna Warnecke, Badminton ist schon fast ihre "Haustrecke", Simone Deitermann, der auch ein Platz ganz vorne gelingen könnte, Kai Rüder, dessen Leprince des Bois endlich mal wieder so richtig rennen und springen darf, und Andreas Dibowski, der von allen internationalen Beobachtern als einer der Favoriten genannt wird. Es stehen uns also ein paar spannende Tage ins Haus!

!!! Schon mal vormerken: Am Sonntag findet das Gelände statt, weil in GB am Montag Feiertag ist. Wir werden einen Live-Ticker einrichten und halten Sie während des gesamten Geländes auf dem Laufenden!!!




Hier ein paar Bilder aus dem Archiv von Kit Houghton zur Einstimmung. Zum Starten der Galerie bitte auf ein Bild klicken:

25.April - Springen (Endergbnis auf der rechten Seite)

Setzten die US-Amerikaner den führenden William Fox-Pitt nach dem Gelände noch ordentlich unter Druck, so nahmen sie Selbigen durch Abwürfe im abschließenden Springen auch wieder von ihm. Besonders bitter war der Auftritt im Parcours für Kim Severson (USA), die mit ihrem Pferd Tipperary Liadhan durch 6 Abwürfe (-24) vom 2. auf den 24. Platz zurück fiel. Aber auch der an 3.Stelle liegenden Becky Holder (USA) unterlief mit Courageous Comet ein Fehler. Sie blieb zwar auf Position 3, ließ aber Landsmann Phillip Dutton, der übrigens früher für Australien am Start war, vorbei ziehen.

Für William Fox-Pitt beginnt 2010 somit äußerst erfolgreich und das könnte so weiter gehen, denn er ist auch in diesem Jahr sehr gut beritten, nicht zuletzt durch den Trakehner Seacoockie, der von Ingrid Klimke in den großen Sport gebracht wurde und bereits Viersterne-Platzierungen mit William Fox-Pitt verbuchen konnte.


Hier ein paar Bilder vom abschließenden Springen. Zum Starten der Galerie bitte auf ein Bild klicken:



Übermächtiges Thema war seit Samstag aber leider der Sturz von Oliver Townend (GBR) und selbst das renomierte britische Pferdesport-Magazin "Horse and Hound" stellte auf seiner Homepage fest, dass William Foxpitt fast unbemerkt gerade das CCI**** gewinnt. Zum Glück geht es Oliver Townend nun den Umständen entsprechend gut, am Sonntag war er sogar schon wieder im Stall und hat nach seinen Pferden geschaut. Ein paar Wochen wird er sicherlich noch an seinen Knochenbrüchen laborieren, das CCI**** in Badminton ist für ihn aber leider schon mal gestrichen. Die genannten Pferde wurden bereits am späten Samstag von der Badminton-Liste getrichen, weil alle Verantwortlichen vom Veranstalter gebeten wurden Änderungen schnell weiter zu geben. Nun sind einige Paare von der Warteliste aufgerückt, zu denen auch Mark Todd gehört und bisher sieht es danach aus, dass er tatsächlich starten wird. Bleibt zu hoffen, dass Oliver Townend ein wenig den "kommerziellen Gang" raus nimmt. Schmerzlich genug könnte die Erfahrung mit dem CCI*** in Kentucky jedenfalls gewesen sein. Immerhin fliegt er mit ein paar gebrochenen Knochen nach Hause und hat ganz nebenbei sich oder seine Sponsoren um ein paar tausend britische Pfund erleichtert - die Taxifahrt von Paris nach Madrid dürfte nicht ganz günstig gewesen sein und die Pferde sind sicherlich auch nicht kostenfrei in die USA geflogen. Auch von uns: Gute Besserung Olli!

Interview mit Oliver Townend vom Sonntag (nur Ton) [klick ...]
Interview mit William Fox-Pitt vom Sonntag (nur Ton) [klick ...]




Hier ein Video vom Sieger William Fox-Pitt mit Cool Mountain im Parcours:




24.April - Gelände

William Fox-Pitt/GBR konnte mit einem viel gelobten Ritt durch das anspruchsvolle Gelände des CCI**** seine Führung nach der Dressur verteidigen und hat nun 2 Minuspunkte Vorsprung auf Kim Severson/USA und 2,4 auf Becky Holder/USA. Cool Mountain, das Pferd des führenden William Foxpitt, ist ein zehnjähriger Wallach, der in Kentucky seine erste Viersterne-Prüfung bestritt und fast mühelos in der Zeit blieb.

Besonders in den USA wird dem Springen mit großes Spannung entgegen gefiebert, liegen doch gleich vier amerikanische Paare in aussichtsreicher Position auf den Sieg. Neben Kim Severson (2), die bereits dreimal in Kentucky gewinnen konnte, sind dies Becky Holder (3), Phillip Dutton (4+5) sowie Karen O'Connor.

Hier ein paar Bilder vom Gelände - zum Starten der Galerie bitte ein Bild anklicken!
Hier die aktuellen Ergebnisse: [...]

Leider wurden die sportlichen und guten Nachrichten aber am gestrigen Geländetag von dem schweren Sturz Oliver Townends/GBR überschattet. An Hindernis 20 [ansehen ...] der 6270 Meter langen Strecke ließ sein zweites Pferd "Ashdale Cruise Master" am ersten Element ein Bein stehen, kam zu Fall und rollte über seinen Reiter hinweg. Oliver Townend wurde mit einem Hubschrauber in die Universitätsklinik von Kentucky geflogen, dort war er dann aber zum Glück wieder einigermaßen schnell "auf den Beinen". Wen verwundert es, ist die größte Sorge für den britischen Reiter nun die Frage, ob er mit seinem verbleibenden Pferd in der Prüfung, "ODT Master Rose", am abschließenden Springen teilnehmen kann - darüber wird ein Arzt entscheiden. Immerhin liegen die beiden nach Dressur und Gelände auf Platz 7. Für den hoch dotierten "Rolex-Grand-Slam" wird es wohl nicht mehr reichen, eine gute Platzierung ist aber in greifbarer Nähe und wäre immer noch ein "kleiner" Lohn für die überaus großen Mühen, die das Team-Townend für einen Start in Kentucky auf sich genommen hat.

Kommentar: Ganz kritiklos, sogar im eigenen Lande, wird das Handeln von Oliver Townend in den letzten Monaten von vielen Beobachtern nicht gesehen. Um sich die Chance auf möglichst viele gut bezahlte Wertungen in der Vielsitigkeit zu wahren, wurden in großem Stil Pferde eingekauft und Turnierpläne gemacht, als ob es sich um irgend einen Sport handelt, aber nicht die Vielseitigkeit, bei der es immer noch in ganz erheblichem Maße auf die gute Zusammenarbeit zwischen Reiter und Pferd ankommt. Sicher gibt es Ausnahmen, beispielsweise Mark Todd, der sich Mittwochs zum ersten Mal auf ein Pferd setzt und Sonntags darauf mit selbigem Vierbeiner das CCI**** Badminton gewinnt. Auch wenn bei dem Sturz von Oliver Townend und "Ashdale Cruise Master", den er übrigens auch erst für diese Saison zur Verfügung hat, nicht unbedingt Abstimmungsfehler zu erkennen sind, das Risiko war erheblich hoch und wenn weiter so verfahren wird, schadet ein Reiter wie Oliver Townend nicht nur seiner eigenen Gesundheit und der seiner Pferde sondern auch ganz erheblich dem Image der Vielseitigkeit. Wie lange sich dann noch Sponsoren wie HSBC finden lassen, darf mehr als fraglich sein.

Das folgende Video zeigt den Einsatz eines "nachgebenden Sprungs" in der Praxis:




Hier nun ein schöner Ritt (leider ohne Ton):



22.+23.April - Dressur

Nachdem Oliver Townend/GBR und William Foxpitt/GBR unglaubliche Mühen auf sich nehmen mussten um trotz der Vulkanasche in den USA an den Start gehen zu können, Oliver Townend - die meisten werden es bereits gelesen haben - fuhr dabei sogar mit dem Taxi von Paris nach Madrid, liegen nun bereits die Dressurtage hinter den Reiterinnen und Reitern. In Führung liegt William Fox-Pitt/GBR mit Cool Mountain. Besonders spannend ist die Prüfung für den eben schon erwähnten Oliver Townend. Er könnte mit einem Sieg des CCI**** in Kentucky nämlich den sogenannten "Rolex-Grand-Slam" gewinnen. Dieser sehr gut dotierte Sonderpreis (350.000 US-Dollar) wird an den Reiter vergeben, dem es gelingt in Folge die CCI**** in Kentucky, Badminton und Burghley zu gewinnen. Oli Townend konnte die beiden CCI in Badminton und Burghley 2009 gewinnen, es fehlt also "nur" noch der Sieg in Kentucky. Übrigens konnte vor ein paar Jahren Pippa Funnell/GBR den "Rolex-Grand-Slam" gewinnen, Andrew Hoy/AUS wäre das "Kunststück" fast schon einmal gelungen - nach Siegen in Kentucky und Badminton reichte es in Burghley ganz knapp nicht zum Sieg.

Hier ein paar Bilder von der Dressur - zum Starten der Galerie bitte ein Bild anklicken!



Hier die aktuellen Ergebnisse: [...]

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German-Eventing ist ein Projekt von Gabriel Kolb - [IV-E]

HSBC-Classics 2010:
1 William Fox-Pitt (GBR)
39 Punkte - US$ 150,000
2 Andreas Dibowski (GER)
37 - US$ 75,000
3 Caroline Powell (NZL)
21 - US$ 50,000
4 Mary King (GBR)
18 - US$ 33,000
5 Paul Tapner (AUS)
15 - US$ 25,000
Endergebnis 2009:
1. Oliver Townend (GBR)
2. Dirk Schrade (GER)
3. Andreas Dibowski - (GER)
4. William Fox-Pitt (GBR)
5. Sam Griffiths (AUS)
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