Bild: Josefa Sommer mit Henry
Fotografin: Gabriele Arndt www.aberdann.de
Auf dem Ponyhof Georgenbruch [Homepage] in Everswinkel fand am vergangenen Wochenende wieder ein internationales Turnier mit einem CIC1* und CIC2* statt und wie in jedem Jahr hatte das Team um die gastgebende Familie Schulze-Zurmussen wieder alles dafür getan, dass Teilnehmer und Zuschauer sich wohlfühlen konnten.
Entsprechend groß waren die Teilnehmerfelder: 63 Paare gingen in der Zweisterneprüfung an den Start, 82 Paare waren es im CIC1*.
Mit -37,2, ihrem Dressurergebnis, sicherte sich Josefa Sommer [Gut Waitzrodt] mit Henry den Sieg im CIC1* vor Melissa Vliegen mit Komet As (-40,9) und Julia Füntmann mit Contina (-41,8) an dritter Stelle.
Der Sieg im CIC** ging an Marie Kraack mit Havana Club (-43,3) vor Dr. Michael Dahlkamp mit Salvatore D (-49,0) und an dritter Stelle Christin Möllers mit Lucky Luke (-52,1).
16/05/12 Vorschau: Pfingstvielseitigkeit mit CDV-Cup in Münster auf der Reitanlage Bölting
Bild: kuze Verschnaufpause für das Bölting-Team für einen Fototermin
An den Pfingstfeiertagen lädt der Reit- u. Fahrverein "Zum Rieselfeld Münster e.V." zum Vielseitigkeitsturnier
auf die Reitanlage Bölting ein.
Der Sonntag, als "Youngstertag", ist mit Reiterwettbewerben, E- Geländeritt und Geländepferdeprüfungen der
Klasse A und L, sowohl dem Reiter- wie dem Pferdenachwuchs gewidmet.
Am Pfingstmontag gehen dann die Reiter/innen in einer A- und L-Vielseitigkeit auf die Geländestrecken rund um den Hof.
Die L- Vielseitigkeit ist in diesem Jahr erstmals als CDV-Cup-Qualifikation ausgeschrieben.
Das Turnier über Pfingsten findet nun bereits zum 9. mal statt und erfreut sich bei den Aktiven großer Beliebtheit.
Auch Mitglieder des A Kaders nutzen regelmäßig die Startmöglichkeiten mit ihren Nachwuchspferden.
Die Beliebtheit des Turniers zeigt sich in diesem Jahr besonders. Das Nennungsergebnis hat enorm zugenommen.
So sind in der Geländepf. Prüfung A 74 (49), in der Geländepferde L 55 (34), in der A- Vielseitigkeit 133 (72) und
in der L- Vielseitigkeit 88 (28) Pferde genannt. -In Klammern steht das Nennungsergebnis des Vorjahres-.
"Wir sehen das mit einem lachenden und einem weinenden Auge" sagen Turnierleiter Dieter Bölting und Christiane Wecek-Hambrock,
"der Zuspruch zeigt uns, dass wir mit unserer Arbeit auf einem guten Weg sind und die Reiter sich bei uns wohl fühlen.
Andererseits stellt das Nennungsergebnis eine riesige Herausforderung an die Organisatoren und Helfer des Turniers dar.
Um das Programm zu schaffen, müssen wir an beiden Tagen um 7.00 Uhr beginnen.
Wir freuen uns auf das Turnier und sind den Reitern dankbar, dass sie uns mit diesem Nennungsergebnis ihr Vertrauen aussprechen."
16/05/12 Tschüß, Marius – Danke!
Hinrich Romeike verabschiedet sein Gold-Pferd Marius Voigt-Logistic am Samstag in Luhmühlen aus dem Sport
Die Internationale Vielseitigkeit in Luhmühlen
hat 2012 einen Botschafter des
Sports als Schirmherren. Hinrich Romeike,
Doppel-Olympiasieger im Einzel und
mit der Mannschaft von Hongkong 2008
hat sich bereit erklärt, diese Schirmherrschaft
zu übernehmen. „Es war für uns
eine Herzensangelegenheit, ihn zu fragen“,
so Julia Otto, Geschäftsführerin der
Turniergesellschaft Luhmühlen. „Und er
hat sich gern bereit erklärt. Dass Hinrich
Romeike sich zudem entschieden hat, bei
uns in Luhmühlen zwischen den Geländeprüfungen
am Samstag seinen Marius
aus dem Turniersport zu verabschieden,
macht es natürlich noch emotionaler!“
Ende März hatte der „reitende Zahnarzt“ aus
Nübbel in Schleswig-Holstein beim vorolympischen
Pressetermin in Luhmühlen verkündet,
dass er mit seinem inzwischen 18-
jährigen Erfolgspferd nicht mehr in die olympischen
Vorbereitungen eingreifen werde,
sondern einen Schlussstrich ziehen und dem
so treuen vierbeinigen Sportpartner ein ruhiges, angenehmes Pferderentner-Dasein
gönnen wolle. Damals bot Julia Otto bereits an, in Luhmühlen die Bühne für einen
würdigen Abschied des Holsteiner Schimmelwallachs zu bereiten. Und Hinrich Romeike,
der da schon die Schirmherrschaft für das Turnier angenommen hatte, sagte
nach einiger Bedenkzeit zu.
Große internationale Namen fürs CCI****
Das CCI****, die zur HSBC FEI Classics Serie zählende Vier-Sterne-Prüfung in Luhmühlen,
lockt auch in diesem Jahr große Namen der internationalen Vielseitigkeitsszene in die Heide.
Insgesamt 52 Starter aus zwölf Nationen haben zum Nennungsschluss ihren Start in dieser
Prüfung angekündigt. Darunter ist ein großes britisches Kontingent – an der Spitze mit William
Fox-Pitt, dem aktuell Führenden der HSBC FEI Classics Serie. Mit dabei aber auch so
klangvolle Namen wie die zweifache Welt- und vierfache Europameisterin Mary King, Oliver
Townend oder Harry Meade.
Die ehemalige Weltmeisterin Zara Phillips wird mit „High Kingdom“ in der CIC*** Meßmer
Trophy starten.
Auch andere Nationen haben ihr kommen in Teamstärke angekündigt. So führt Lucinda
Fredericks, Team-Silbermedaillengewinnerin von Hongkong 2008, eine siebenköpfige australische
Equipe in Luhmühlen an. Die belgische „Grand Dame“ des Vielseitigkeitssports Karen
Donckers ist ebenso am Start wie der Däne Peter Flarup. Auch die Neuseeländer
kommen mit großen Namen. Ex-Weltmeister Andrew Nicholson und der zweifache Einzel-
Olympiasieger Mark Todd sind darunter.
Sie alle stellen sich den Gastgebern. Hier überragt zurzeit der Name von Welt- und Europameister
Michael Jung, der auch mit einem Pferd die Vier-Sterne-Prüfung bestreiten wird.
Aber die Konkurrenz allein schon aus dem eigenen Lager – unter anderem mit Dirk Schrade,
Andreas Dibowski oder auch Lokalmatadorin Julia Meestern – ist riesig.
Über 50 Starter in der CIC*** Meßmer Trophy,
Wertungsprüfung Deutsche Meisterschaft
Auch in der CIC*** Meßmer Trophy, in deren Rahmen in diesem
Jahr zum 25. Mal die Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen
ausgetragen werden, haben über 50 Teilnehmer ihren Start gemeldet.
Neben den ganzen deutschen Olympia- und Kaderreitern
auch etliche internationale Größen, die das Starterfeld in
dieser Prüfung erlesen machen. Gejagter ist in diesem Jahr
Andreas Ostholt, der 2011 in der Heide erstmals mit Franco
Jeas (Foto von Thomas Ix) den begehrten deutschen Meistertitel gewinnen
konnte.
Interessant ist, dass der schwedische Olympiakader komplett in
Luhmühlen in dieser Prüfung gesichtet wird.
Eine genaue Nennungsliste (Achtung: Auflistung der deutschen
Reiter entspricht den Startplätzen, aber nicht zwingend die den
Prüfungen zugeordneten Pferde) finden Sie hier => [Nennungsliste]
... und die Zeiteinteilung steht auch bereits zur Verfügung => [Zeiteinteilung]
Bericht: Christoph Plass
13/05/12 Mit Christoffer Forsberg und Lefuria durch das Gelände des CIC3* in Marbach 2012
15/05/12 Michael Jung gewinnt CIC3* in Marbach
Bild oben: Die Top-Drei des Berufsreiterchampionats 2012. Bild von Robert Kraft
Deutsche Olympiakandidaten dominieren das CIC*** / Jung wird Berufsreiterchampion
Marbach (fn-press). Mit einer Topbesetzung konnte in diesem Jahr die internationale Marbacher Vielseitigkeit aufwarten, denn die hügelige Geländestrecke rund um das baden-württembergische Haupt- und Landgestüt machte die Veranstaltung zur passenden Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in London. Den Ton gab einmal mehr Michael Jung an. Mit La Biosthetique Sam wiederholte der Welt- und Europameister aus Horb seinen Vorjahressieg und sicherte sich zugleich den Titel des Berufsreiterchampions der Sparte Vielseitigkeit – zum dritten Mal in Folge.
Schon in der Dressur des CIC*** setzten der Welt- und Europameister und sein Championatspferd La Biosthetique Sam FBW ein Zeichen. Mit 29,1 Minuspunkten erzielten sie ihr persönliches Bestergebnis. Am Ende kamen gerade einmal 0,4 Strafpunkte für Überschreiten der erlaubten Zeit im Gelände hinzu – eine Sekunde war das Paar zu langsam. „Die Zeit in Marbach ist immer schwierig zu knacken“, sagte Jung nach seinem Ritt. „Der Kurs war super aufgebaut, mit interessanten Sprüngen, bei denen die Pferde auch etwas lernen können.“ Wie schon bei den Europameisterschaften in Luhmühlen im vergangenen Jahr heftete sich Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo dem Weltmeister am dichtesten an die Fersen. Sie beendete die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis von 32,7 Minuspunkten auf Platz zwei.
Während Jung und Auffarth in Marbach ihre vierbeinigen Stars gesattelt hatten durfte FRH Butts Abraxxas, das potenzielle Olympiapferd von Ingrid Klimke, nach seinem Sieg in Vairano im Stall bleiben. Dafür sattelte die Reitmeisterin gleich drei Nachwuchspferde im CIC***: Das beste Ergebnis ging auf das Konto des zwölfjährigen Trakehners Tabasco, den am Ende nur zwei Zehntel von Sandra Auffarth trennten. Glänzend bestand auch die achtjährige FRH Escada JS ihre Drei-Sterne-Bewährungsprobe. Die Stute, im vergangenen Jahr Vizeweltmeisterin der jungen Vielseitigkeitspferde, beendete die Prüfung auf Platz vier (39,60) – punktgleich mit Michael Jungs Zweitpferd Leopin FST, der eigentlich für das CCI**** Badminton vorgesehen war. Doch die britische Traditionsprüfung musste wegen Überflutung abgesagt werden, ebenso wie das CIC*** Chatsworth, das parallel zu Marbach stattfinden sollte.
Auch auf den weiteren Plätzen liest sich die Ergebnisliste des CIC*** Marbach wie die aktuelle Kaderliste für London. Mit 41,1 Minuspunkten rangiert Dirk Schrade (Sprockhövel) mit King Artus auf Platz sechs, gefolgt von Kai-Steffen Meier (Waldbröl) mit Karascada TSF auf Rang sieben . Das Paar beendete die Prüfung mit seinem Dressurergebnis von 42,6 Minuspunkten. „Die Stute ging sehr ruhig und Kai-Steffen konnte richtig was riskieren. Das war bislang ihre beste Dressur“, sagte Bundestrainer Hans Melzer (Putensen).
Damit nicht genug besetzte Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Butts Avedon Platz neun (46,0) hinter dem Japaner Kenki Sato, dem es mit Chippieh als Einzigem gelang, die starken deutsche Reihe zu unterbrechen (Platz acht/44,1). Der letzte Platz in den Top Ten ging noch einmal an Michael Jung, dessen achtjähriges Nachwuchspferd Halunke FBW – ein weiterer Sohn des Vollblüter Heraldik xx – seine Drei-Sterne-Taufe bestand und nun zusammen mit Leopin FST und Weidezaunprofi’s River of Joy in Luhmühlen an den Start gehen soll. Sam dagegen „hat in diesem Jahr nicht so viel Programm. Wir konzentrieren uns voll auf London, gehen dann in Aachen an den Start und hoffen, dass der Bundestrainer uns nominiert“, sagte Jung.
Last but not least wurde der Erfolg der deutschen Olympiaanwärter durch eine elften bzw. zwölften Platz für Peter Thomsen (Lindewitt) mit Horseware’s Barny und Dirk Schrade mit Zweitpferd Hop and Skip komplettiert. „Die Pferde haben den Kurs super gemeistert. Es war toll zu sehen, wie motiviert auch die Drei-Sterne-Neulinge galoppiert sind“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. Für sie gab es in Marbach auch Punkte für den Derby-Dynamic-Cup. Das beste Ergebnis im neuen U25-Förderpreis Vielseitigkeit erzielte Franziska Roth (Dörpen). Sie landete mit Dictus J auf Platz 13 (50,9).
Im westfälischen Velen fand am letzten April-Wochenende ein internationales Vielseitigkeitsturnier inkl. der wesrfälischen Meisterschaften statt.
Den Titel der westfälischen Meisterin, ausgetragen als CIC**, sicherte sich Ingrid Klimke mit Hale Bob. Bei den Jungen-Reitern erkämpfte sich Franz Dennersmann mit Rantanplan Z den Sieg (CIC**) und neuer Junioren-Meister in Westfalen (CIC*) ist Nils Trebbe mit Priemus.
Hier ein Video mit Impressionen aus dem Gelände in Velen:
09/05/2012 Querschnittsgelähmte Reiterin Claire Lomas im Ziel des London Marathon
(2 Bilder - zum Vergößern bitte anklicken)
Eine ganz starke Leistung hat die britische Vielseitigkeitsreiterin Claire Lomas vollbracht.
Seit einem Sturz bei den Osberton Horse Trials 2007 ist die heute 32-jährige Sportlerin querschnittsgelähmt.
Mit Hilfe einer "robotic suite", die sie als erste Betroffene zur Verfügung gestellt bekommen hat, ist sie am 22. April mit allen anderen Teilnehmern des London Marathon gestartet um mit ihrer Aktion für die Wirbelsäulenforschung und das Projekt "spinal research" Spenden zu sammeln.
16 Tage später ist Claire Lomas im Ziel des Marathon angekommen, das andere Ziel, nämlich eine Summe in Höhe von 50.000 britischer Pfund zu sammeln hat sie weit überschritten und leistet damit einen großen Beitrag für die Forschung.
Während der gesamten Strecke wurde sie begleitet von ihrem Mann und abwechselnd auch von einigen Reitsportlern.
Am letzten Wochenende, eigentlich sollte Badminton stattfinden, waren zum Beispiel Bettina Hoy, Peter Atkins und Markt Todd an ihrer Seite.
Für alle diejenigen, die jetzt auch gerne einen Beitrag zu dem Projekt "spinal research" leisten würden, gibt es eine gute Nachricht: die Homepage ist noch aktiv und es werden gerne noch Spenden angenommen.
Vielen Dank an die Fotografin Lulu Kyriacou für die Bilder, die sie uns wegen der Spendenaktion kostenfrei zur Verfügung gestellt hat.
Hier geht es zur Homepage von Lulu Kyriacou => [klick]
Bericht: GK
Zeitreise Olympische Military 1936 in Berlin
Hier ein Video in zwei Teilen von den Olympischen Spielen 1936 in Berlin.
Damals gewann in der Einzelwertung Ludwig Stubbendorf mit Nurmi, nach ihm war lange Zeit auch die Vielseitigkeit benannt = Stubbendorfprüfung und auch die Mannschaftswertung ging an Deutschland in der Besetzung Stubbendorf, Rudolf Lippert und Frhr. v. Wangenheim.
Auf diesen Sieg wurde von dem deutschen Team gezielt hingearbeitet.
An der Kavallerieschule Hannover wurde zu diesem Zweck ein Vielseitigkeitsstall, unter der Leitung von Major von Metsch, gegründet.
Auf breiter Basis wurde nach geeigneten Reitern und Pferden gesucht, die dann unter schwersten Bedingungen getestet wurden.
Dazu dienten besonders die beiden Olympiavorbereitungsmilitarys in Berlin-Döberitz 1934 und 1935.
Schaut man sich die Statistik des Jahres 1934 an, so hat man einen Eindruck wie hart die Anforderungen waren: von 25 Startern schieden 20 im Gelände und weitere 3 im Springen aus.
... und die Olympische Vielseitigkeit forderte nicht weniger von Pferden und Reitern. Ich zitiere hier gerne Horst Karsten, der in seinem Buch "das Militarypferd" auch über die Olympischen Spiele schreibt:
"... Der Zwischenfall des Freiherrn von Wangenheim, der bei einem Sturz während des Geländeritts sich das linke Schlüsselbein anbrach und anderen Tages beim Jagdspringen im Stadion, nur mit einem Arm reitend, nochmals stürzte, sein Pferd wieder bestieg, durchs Ziel brachte und damit Deutschland den Mannschaftssieg rettete, verlieh der Military die Wucht und Erschütterung einer dramatischen Entscheidung.
Erst viel später erfuhr man von dem Unglücksfall des polnischen Rittmeisters Kawecki, der am Dorfgraben aus dem Sattel gekommen war und sich durch Aufschlagen des Körpers auf das Holzrick auf der Grabensohle einige Rippen gebrochen hatte.
Das Pferd fiel bei der Fortsetzung des Rittes noch einmal. Der Reiter arbeitete sich trotzdem in das Ziel ...".
So, und nun viel Spaß beim Anschauen - die beiden erwähnten Stürze sind übrigens zu sehen!
Vielen Dank an Julian Gotschall für den Hinweis auf dieses Video!
Bericht: GK
30/04/2012 CCI4* Badminton fällt 2012 aus ...
Diese Meldung ist kaum zu glauben und ein Hammer für sehr viele Beteiligte und potentielle Starter. Die meisten deutschen Reiter sind gerade dabei die LKW zu packen, einige ausländische Mitstreiter sind bereits vor Ort.
Wegen der starken Regenfälle der letzten Tage und den schlechten Aussichten sehen die Veranstalter aber leider keine Chance und am Ende geht heutzutage zum Glück die Sicherheit vor.
Hier der Originaltext von Event-Director Hugh Thomas:
The recent exceptional rainfall has left the ground at Badminton totally waterlogged and partially flooded. Further rain is due this week leaving no chance of the ground drying out. Very sadly therefore the 2012 Mitsubishi Motors Badminton Horse Trials has been cancelled.
Aktuell Gut Weiherhof / Radolfzell CCI1*, CCI2*, CIC2*
Sportlich und elegant, modisch und modern: Die deutschen Athletinnen und Athleten werden bei den Olympischen Spielen (27. Juli bis 12. August) und den Paralympics (29. August bis 9. September) in London mit Sicherheit ein Hingucker. Dies zeigte sich schon am Dienstag, als Sportler des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) die offizielle Einkleidung des Generalausrüsters adidas und der Ausstatter Bogner und Sioux bei einer Modenschau präsentierten. Dabei standen sie in der Messe Düsseldorf im Blitzlichtgewitter und Scheinwerferlicht von dutzenden Fotografen und Kamerateams.
Zuvor hatten die Olympioniken Silke Spiegelburg (Leichtathletik), Christina Schütze, Natascha Keller, Janne Müller-Wieland, Eileen Hoffmann, Jana Teschke (alle Hockey), Lisa Vitting (Schwimmen), Helena Fromm (Taekwondo), Frank Ostholt (Reiten), Max Hoff (Kanu), Britta Heidemann, Nicolas Limbach, Peter Joppich (beide Fechten), Patrick Hausding (Wasserspringen), Karsten Dilla (Leichtathletik), Christian vom Lehn und Benjamin Starke (beide Schwimmen) sowie die Paralympioniken Kirsten Bruhn, Christoph Burkard (beide Schwimmen), Markus Rehm und Vanessa Low (beide Leichtathletik) die Einkleidung den Gästen und Medienvertretern in einer einstündigen Show präsentiert.
Bericht: DOSB, Bild: Picture Alliance/Jan Haas
24/04/12 Kreuther Frühling: Top-Reiter waren siegreich
Rieden/Kreuth. Beim Kreuther Frühling im Ostbayerischen Pferdesport- und Turnierzentrum in Rieden/Kreuth konnten sich die deutschen Spitzen-Reiter bestens auf Badminton und die kommende Saison vorbereiten.
CIC**: Dibowski, Schrade, Krajewski erfolgreich
Andreas Dibowski (Döhle) siegte mit FRH Fantasia im CIC**, sein Ergebnis blieb bei den 37.00 Minuspunkten aus der Dressur. Dirk Schrade (Sprockhövel) und King Artus konnten ebenfalls ihre 38.80 Minuspunkte aus der Dressur verteidigen und landeten auf Platz 2. Julia Krajewski (Warendorf) und London-Return nahmen ihre 40.60 Minuspunkte aus der Dressur mit auf Platz 3. Der aktuelle Welt- und Europameister Michael Jung (Horb) lag mit Leopin nach der Dressur auf Rang 1, kassierte dann aber 2 Abwürfe im Springen, daraus resultierte Platz 4 in der Gesamtwertung (42.40). Weitere Platzierungen: Julia Krajewski mit Lost Prophecy (Rang 5), Andreas Ostholt mit Franco Jeas (Rang 6), Ben Leuwer mit Cappuccino (Rang 7), Andreas Dibowski mit FRH Butts Avedon (Rang 8), Franca Lüdeke mit Parlando (Rang 9), Kai-Steffen Meier mit Karascada (Rang 10).
Diese Prüfung war Wertungsprüfung im Derby-Dynamic-Cup 2012 für 7- bis 9-jährige Pferde. Nach dem Kreuther Turnier liegt Michael Jungs Halunke FBW jetzt vor Andreas Dibowskis Mighty Magic und Dirk Schrades Under Suspection.
Reiter unter 25 konnten für den neu geschaffenen U25-Förderpreis Vielseitigkeit im CIC** Punkte sammeln. Julia Krajewski nahm 30, Ben Leuwer 25 und Franca Lüdeke 20 Punkte mit.
CIC1*: Schrade, Mestern, Dibowski siegen
Die internationale Kurzprüfung auf Einsterne-Niveau gewann Dirk Schrade auf Cosima. Mit 39.50 Minuspunkten lag er nach der Dressur auf Rang 3, beim Geländeritt kamen keine Strafpunkte hinzu und so konnte er mit einer Nullfehlerrunde im Springen den Sieg im CIC* perfekt machen. Julia Mestern (Schwaiganger) hatte mit Leo von Faelz ein Dressurergebnis von 40.40 Minuspunkten (Rang 4), blieb im Gelände strafpunktfrei und legte eine schnelle, fehlerfreie Runde im Springen hin (Rang 1). Daraus resultierte für sie der 2. Platz in der Gesamtwertung. Andreas Dibowskis Songline konnte mit einer hervorragenden Dressur überzeugen (37.80 Minuspunkte, Rang 1), blieb im Gelände ebenfalls innerhalb der erlaubten Zeit und sicherte sich mit 4 Hindernisfehlern im Springen Rang 3 in der Gesamtwertung (41.80). Dirk Schrade konnte sich mit Chica Mia ein weiteres Mal platzieren (Rang 4), darauf folgten Felix Fogg (Schweiz) mit Onfire (Rang 5), Pauline Knorr mit Abke's Boy (Rang 6), Benjamin Winter mit Woolpit Amble (Rang 7), Inger Catherine Bugge (Norwegen) mit RR Landdorne (Rang 8), Ben Leuwer mit James Bond (Rang 9) und Anja Lux mit Bel Bogey (Rang 10).
Nationale Prüfungen
Die Vielseitigkeitsprüfung Kl. A gewann Anna-Katharina Vogel (RFV Marktoberdorf) mit Quintano vor Julia Mestern (Schwaiganger) mit Graf G und Tristan Bschorer (Pffrd. Frankenhöhe) mit Comic Man.
In der Geländepferdeprüfung Kl. A belegte Benjamin Winter (Dortmunder Reitverein) mit seinen jungen Pferden Fachoudette, Catch My Thing und Sunlight die Plätze 1, 2 und 4. Michael Jungs (RSG Altheim) Der Dante wurde Dritter.
Ähnliche Ergebnisse gab es in der Geländepferdeprüfung Kl. L: Jungs Der Dante wurde Zweiter, Benjamin Winters Pferde (Catch My Thing, Fachoudette) belegten Rang 3 und 4, Sieger war Julia Mesterns Graf G.
Nächstes Highlight: Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit
Junioren/Junge Reiter
Turnierleiterin Julia Delueg zog eine positive Bilanz des Wochenendes: "Wir hatten am Geländetag viel Glück mit dem Wetter, trotz kurzer Schauer herrschten optimale Bodenverhältnisse. Es gab keinen Pferdesturz und so konnten alle Reiter und Pferde gesund die Heimreise antreten. Besonders gefreut hat uns die gute Stimmung während des Turniers und besonders beim Aktivenabend am Donnerstag." Das nächste Vielseitigkeits-Highlight in Kreuth ist die Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit Junioren/Junge Reiter mit offenem CCI1*, CCI2* und CIC2* 6. bis 10. Juni.
Bericht: Eva Gaudlitz / Bilder: Jutta Bauernschmitt
22/04/12 Ingrid Klimke gewinnt CCI3* Vairano/ITA
Das CCI3* in Vairano war für Ingrid Klimke viel mehr als eine normale Dreisterneprüfung, denn es ging zum Einen um die formelle Olympia-Qualifikation und zum Anderen darum einen guten Eindruck in Richtung einer möglichen Olympia-Teilnahme zu machen.
Beides ist mit dem Sieg mehr als gut erfüllt worden und
eigentlich könnte Ingrid das mit dem guten Eindruck sogar relativ gelassen angehen, in Dressur und Gelände - abgesehen von dem Pech in Badminton 2011 - liefert sie nämlich mit FRH Butts Abraxxas konstant allerbeste Leistungen ab, leider wurde der Parcours aber im Laufe der letzten Saison immer mehr zur Wackelpartie und gipfelte in den 6 Abwürfen bei der EM, die den Einzel-Sieg kosteten.
Nach dem einen Abwurf bei der VM in Luhmühlen (4.April 2012) und ebenfalls nur einem Abwurf im Parcours des CCI3* Vairano scheint das Paar nun aber auch in der Teildisziplin Springen wieder auf bestem Wege zu sein.
Ingrid Klimke: "Braxxi fühlte sich schon auf dem Abreiteplatz super an, er machte richtig gute Sprünge. Der Parcours war dann nicht so, dass man sagen müsste 'da hatte ich Glück, weil es ein paar mal gerappelt hat', Braxxi sprang einfach ganz sauber und motiviert. Der eine Fehler ging auf mein Konto, ich hatte eine gebogene Linie etwas zu eng geritten und wir kamen zu dicht an den Sprung."
Die Frage, ob das Springtraining umgestellt worden ist beantwortet sie klar mit nein: "Ich habe immer darauf vertraut, dass Braxxi wieder besser springen wird. In der Vorbereitung bin ich weniger Springen geritten und enfach locker geblieben."
Bleibt noch zu erwähnen, dass FRH Butts Abraxxas auch in der Dressur und im Gelände bestens aufgelegt war, nun eine aktive Pause erhält um dann bei den Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen wieder an den Start zu gehen wird.
In Vairano gab es noch mehr Grund zur Freude: Peter Thomsen meldete sich sehr erfolgreich mit Horseware's Cayenne zurück, die Stute pausierte nach einem guten Start in die letzte Saison für den Rest des Jahres 2011, was dazu führte, dass ein zählbares CCI3*-Ergebnis für eine mögliche Olympia-Qualifikation fehlte.
Mit dem 5. Platz in der Endabrechnung wird Peter Thomsen sehr zufrieden sein, denn damit hat er ein weiteres Pferd formell für die Olympischen Spiele qualifiziert und fast das Dressurergebnis in einer anspruchsvollen Prüfung "nach Hause" gebracht, genau das, was sich die Trainer von potentiellen Olympia-Paaren wünschen.
Peter Thomsen wird als nächstes mit Horseware's Barny in Marbach an den Start gehen und peilt dann das CIC3* in Bramham/GBR an, da es dort wesentlich bergiger als in Luhmühlen ist, was eine Woche später statt findet.
Neben Peter Thomsen und Ingrid Klimke war auch Sandra Auffarth in Vairano am Start und zwar mit Parancs, dem es auch noch an der formellen Qualifikation fehlte.
Nach einer nicht ganz vorderen Dressur (-55,8) galoppierte sie im Gelände nah an die Bestzeit heran und hatte im Springen nur einen Abwurf - Platz 14 in der Endabrechnung.
Ein ganz tolles Ergebnis bringt auch Malin Petersen/SWE mit nach Hause, sie wird mit Sofarsogood 3. im CCI3*, Yoshiaki Oiwa/JPN mit Noonday de Conde wird 8. und Linda Algotsson/SWE beendet mit La Fair die Prüfung an 13. Stelle.
Traditionell haben einige Badminton-Starter das internationale Turnier in Kreuth, mit seinem hügeligen Gelände, als letzte Vorbereitung für das CCI4* in England genutzt und machten dabei einen erstklassigen Eindruck.
Der Sieg im CIC2* ging an Andreas Dibowski mit FRH Fantasia, das CIC1* konnte Dirk Schrade mit Cosima gewinnen.
Unser Video-Bericht zu Burnham Market ist nun fertig geschnitten und online. Anke Esser, die zu der Zeit ein Praktikum bei dem Veranstalter gemacht hat, erklärt ein paar Besonderheiten, es werden alle Sprünge des CIC*** bzw. des Advanced gezeigt, alle deutschen Starter sind dabei und wir zeigen ein aktuelles Interview mit Chris Bartle. Viel Spaß beim Anschauen ...
17/04/12 Sulzer siegt in Sulzthal
CDV-Cup 2012, zweite Station in Sulzthal, Bayern
Einen Heimsieg verbuchte der gebürtige Schweizer Felix Sulzer mit Lord Hayagriva bei der zweiten Station des CDV-Cups 2012 im bayerischen Sulzthal.
21 Paare hätten auf die Strecke gehen sollen im Sulzthaler Hügelland "Auf der Steige". Am Ende standen 15 in der Startbox. Felix Sulzer und Lord Hayagriva waren Fünfte nach der Dressur gewesen (50,9 Minuspunkte) und das beste Paar im Springparcours mit einer sauberen, schnellen Runde. Im Gelände waren sie 0,2 Sekunden über der erlaubten Zeit von fünf Minuten. Das bedeutete 0,80 Minuspunkte, die zu dem Dressurergebnis hinzugerechnet wurden. Der Endstand von 51,70 Minuspunkten reichte trotzdem ganz locker für den Sieg. Platz zwei belegte Stephanie Engel-Hoffmann auf Admiral von Dult. Die beiden hatten nach der Dressur auf Rang drei gelegen (49,90), ein Abwurf im Springparcours und 3,60 Strafpunkte für Zeitüberschreitung im Gelände summierten sich auf 57,50 Minuspunkte total.Dritte mit 58,30 Minuspunkten wurde Anke Zampich auf Con Air nach Rang zwei in der Dressur (46,30), vier Fehlern im Parcours und acht Zeitstrafpunkten im Gelände.
"Auf der Steige", der Name ist Programm im Sulzthaler Hügelland. Dem hatte der Parcourschef im Gelände, Johann Niedermaier, bei seiner Planung Rechnung getragen und eine nicht zu lange Strecke konzipiert. Der Vorsitzende des gastgebenden Reit- und Fahrvereins Sulzthal und Umgebung e.V., Martin Fürst, erklärt: "Statt der zulässigen 3.200 Meter war die Strecke nur 2.600 Meter lang. Durch die Steigungen ist sie trotzdem anstrengend und wir wollten den Reitern einen guten Saisonstart ermöglichen. Die Hindernisse erfüllten hingegen alle technischen Raffinessen, die man in einer Vielseitigkeit der Klasse L verlangen kann. Es gab eine versetzte Kombination, einen Wassereinsprung, schmale Elemente, Auf- und Absprünge."
Der Sieger, Felix Sulzer, ist seit zwei Monaten Mitglied im Reit- und Fahrverein Sulzthal. Er ist ein alter Vielseitigkeitshase, der sein Heimatland, die Schweiz, bereits bei den Europameisterschaften 1999 vertrat und auch für die Olympischen Spiele 2000 in Sydney nominiert war. Doch dann kam ein Schicksalsschlag. Sulzer erkrankte an "Morbus Reiter". Die Krankheit heißt nicht etwa so, weil sie besonders häufig Reiter befällt, sondern ist nach ihrem Entdecker benannt, Hans Reiter. Sie geht einher mit Gelenksentzündungen sowie oft auch Haut-, Augen- und Muskelbeschwerden. So auch bei Felix Sulzer. Erst seit fünf Jahren sitzt er wieder im Sattel. Motivator für ihn war sein Pferd, Lord Hayagriva. "Vor sechs Jahren habe ich ihn dreijährig in Irland auf der Weide gesehen und gekauft. Da hatte ich noch nicht mal mehr Reithosen und -stiefel." Ein Jahr später hat Sulzer den Iren angeritten. Dann verletzte er sich und musste ein Jahr pausieren. "Im Prinzip ein Glücksfall. Er ist ein Spätentwickler, und so konnte er in Ruhe ausreifen." Sulzer ist überzeugt, dass Lord Hayagriva ein Pferd "für ganz oben" ist. Noch in diesem Jahr soll der nun Neunjährige seine erste Drei-Sterne-Prüfung gehen. "Er hat einfach eine super Sprungkraft", schwärmt sein Reiter.
Voll des Lobes ist er auch über das Turnier in Sulzthal. "Das ist ein genialer Boden hier. Der Sand verträgt jedes Wetter und der Parcours war wunderschön gebaut. Die Pferde kamen zwar zum Galoppieren, aber durch die Wendungen nicht ins Rennen." Und auch von anderen Seiten bekamen die Veranstalter viel Positives zu hören, erzählt der Vereinsvorsitzende Martin Fürst. Einen Eindruck von der Strecke und Bewegtbilder der Ritte finden Sie online auf www.buschreiter.de. Weitere Ergebnisse aus Sulzthal gibt es unter www.reitverein-sulzthal.de.
Schon am kommenden Wochenende, am 21. April, geht der CDV-Cup in die nächste Runde, diesmal in Löningen-Boen-Bunnen, in Niedersachsen.
Bericht: CDV / Bilder: Petra Hartmann
13/04/12 Wussten Sie eigentlich ...?
Bei den Olympischen Spielen 1956 in Stockholm gewann die deutsche Mannschaft die Silbermedaille. Ohne die Hilfe eines schweizerischen Reiters wäre das aber nicht möglich gewesen.
Damals war die Geländeprüfung noch um ein vielfaches härter, auf der Rennbahn konnte man Pluspunkte heraus reiten und die eigentliche Querfeldeinstrecke war über 30 km lang - eine Zwangspause wurde erst nach den Olympischen Spielen in Rom 1960 eingeführt.
Durch Dauerregen wurde der Geländekurs in Stockholm, der als eher fair bezeichnet wurde (allerdings von den alten Haudegen - heute würde das wohl keiner unterschreiben) doch zu einem großen Risiko und eigentlich war jeder Reiter im Ziel froh, wenn er nur einmal gestürzt war.
In diesem Sinne begann der Kurs für Mannschaftsreiter Klaus Wagner mit Prinzess sehr erfreulich, er war schnell unterwegs und überholte sogar den vor ihm gestarteten Schweizer Offizier Roland Perret mit Erlfried, der zweimal zu Boden musste.
Aber auch Klaus Wagner und Prinzess stürzten im weiteren Verlauf der Q-Strecke zweimal - beim zweiten Mal so unglücklich, dass der Reiter etwas entfernt von seiner Stute zu liegen kam und Prinzess sich auf den Weg in die freie Natur machen wollte.
Klaus Wagner reagierte schnell und rief dem nun auch an den Sprung kommenden Roland Perret zu, er möge doch sein Pferd einfangen. Oberleutnant Roland Perret, der eigentlich auch schnellst möglich ins Ziel wollte, überlegte nicht lange und erfüllte dem deutschen Teamreiter seinen Wunsch.
Erst als Klaus Wagner wieder im Sattel saß, setzte auch Roland Perret seinen Ritt mit Erlfried wieder fort.
Und nun zum "wussten Sie eigentlich ...?": Wussten Sie, dass Roland Perret der Vater von Danièle Vogg / Gut Weiherhof - Radolfzell / war? Und übrigens hätte sein Enkel Felix Vogg im vergangenen Jahr fast das CIC** in Radolfzell mit Bonfire gewonnen, einem Pferd aus der Zucht des Opas.
12/04/12 Das Badminton "Course-Walk-Video" ist online
09/04/12 Burnham Market Horse Trials 2012
Am vergangenen Wochenende waren wir in England um uns ein typisches und beliebtes Vielseitigkeitsturnier anzusehen und einen Video-Bericht dazu zu produzieren.
Es war beeindruckend und vor allen Dingen sehr schön - das "i-Tüpfelchen" waren dabei die super Leistungen der deutschen Starter.
Bettina Hoy, die genauso wie Dirk Schrade bereits ein paar Wochen in GB trainiert und Turniere reitet, zeigte mit Lanfranco TSF in welcher Top-Form sie ist und gewann die Advanced-Prüfung, eine nationale S.
Ihr Nachwuchspferd Designer ging in Burnham Market seine erste S und wurde gleich 6.
Dirk Schrade und Beeke Kaack gingen in einem CIC*** an den Start. Während Beeke sich mit Judy auf Platz 9 platzierte, sicherte sich Dirk mit King Artus Platz 7. Genauso wie Bettina mit Lanfranco TSF steuern die beiden letzt genannten das CCI**** in Badminton an und sind offensichtlich bestens vorbereitet.
In einem CIC* waren Caro Thenhausen und Niklas Bschorer am Start. Caro, sie trainiert zur Zeit bei Chris Bartle, platzierte sich mit Don Diego auf Platz 10 und Niklas, der bereits im zweiten Jahr in Yorkshire lebt und trainiert, konnte die Prüfung sogar gewinnen und saß dabei im Sattel von Ballyengland Rebel - in einer Intermediate ritt er zudem Tom Tom Go auf Rang 13.
Die Bilder zeigen alle deutschen Teilnehmer, der ausführliche Bericht, das Video und Bilder folgen in Kürze. In der Rubrik "Video der Woche" (oben) zeigen wir einen kurzen Trailer zu dem kommenden Video aus Burnham Market.
Bericht: GK / Bilder: YK
04/04/12 Gut Waitzrodt Vielseitigkeits-Mekka in der Mitte Deutschlands
Der Pferdehof Gut Waitzrodt liegt auf einer Hochebene etwa 15 km nordwestlich der Großstadt Kassel an der "Märchenstrasse" zwischen Immenhausen und Holzhausen.
Familie Sommer bewirtschaftet den Hof seit 1978 und hat daraus nach und nach auch ein Zentrum für Vielseitigkeitsreiter gemacht.
Heute fahren von dort aus nicht nur die beiden Töchter Josefa und Judith Sommer auf internationale Turniere, auch bis einschließlich Dreisterne erfolgreiche Reiter/innen wie zum Beispiel Maria Hayessen (geb. Mehrdorf) und Stefan Klasping sind dort mit ihren Pferden zu Hause.
"Im Prinzip können wir ein eigenes hessisches Team zu Deutschen Meisterschaften oder Bundeswettkampf schicken", bemerkt Hausherr Joachim Sommer nicht ohne Stolz.
Aber nicht nur die Trainingsbedingungen sind auf Gut Waitzrodt sehr gut, auch das jährliche Turnier hat sich im Terminkalender vieler Reiter etabliert.
In diesem Jahr lädt der angeschlossene Reitverein Gut Waitzrodt am 25. und 26. August zu einem internationel Turnier (CIC1*), den Hessischen Meisterschaften und vielen nationalen Prüfungen bis hin zur Gelände-Führzügelklasse.
Das Reitstadion in Hannover war am vergangenen Samstag (31.03) wieder der Austragungsort für ein One-Day-Event, das traditionell von vielen Reitern als Saisoneinstieg genutzt wird.
Man findet hier zwar noch nicht die ganz großen Linien, dafür aber ist der Boden nahezu unabhängig vom Wetter und die Geländestrecke beinhaltet so manche technische Abfrage.
Das One-Day-Event wurde als VL in vier Abteilungen ausgetragen. In der ersten Abteilung, für alle Junioren und Jungen Reiter aus den Landesverbänden Han/Hb/HH/SH/WE, siegte Janna Horstmann mit Stachus.
Die zweite Abteilung, für Reiter und Senioren Han/HB/HH/SH/WE der Leistungsklasse LK 3-5, sah Johanna Wetjen mit Wild West Charly als Siegerin.
In der dritten Abteilung, hier waren Junge Reiter, Reiter und Senioren der anderen Verbände (LK 3-5) startberechtigt, siegte Friederike Tophoff-Kaup mit Lady You MG und Frank Ostholt (Bid oben) sicherte sich mit Lass of London, einer 9-jährigen Stute, die er seit Februar in Beritt hat, die vierte Abteilung. In dieser Abteilung waren Junge Reiter, Reiter und Senioren der Leistungsklassen 1+2 startberechtigt.
01/04/12 Internationale Marbacher Vielseitigkeit: Neuer Sponsor für die Hauptprüfung und viele Aktionen
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg übernimmt
in diesem Jahr den Geldpreis der Hauptprüfung in Marbach, der CIC *** und so wird in dieser
Prüfung um den Preis des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-
Württemberg geritten. Ariat gibt seinen Namen wieder für die Mannschaftswertung in der 3-
Sterneprüfung und VIP Italia zeichnet für 1-Sterneprüfung in der auch die Baden-
Württembergischen Meisterschaften ausgeritten werden. Der bundesweite Derby Dynamic Cup
für Nachwuchspferde hat eine Station in Marbach. Hier kann man die zukünftigen
Championatspferde beobachten.
Wie jedes Jahr werden die Geländestrecken neu konzipiert und vom emsigen Marbacher Team
aufgebaut, sodass sie am Veranstaltungswochenende zur Verfügung stehen. Die Marbacher
Macher haben sich zur Aufgabe gesetzt, nicht nur für sportliche Highlights zu sorgen, sondern
die Zuschauer auch mehr zu verwöhnen, was die Verpflegung und die Shoppingmöglichkeiten
angeht.
Vorbereitungen auf Hochtouren
Die Vorbereitungen für die 26. Internationale Marbacher Vielseitigkeit auf dem Gelände des Hauptund
Landgestüts Marbach (bei Münsingen) laufen auf Hochtouren. Auf dem hügeligen Gelände rund
um den Eichelesgarten und die Alte Hütte sind die Hindernisbauer unter Leitung des bewährten und
international profilierten Parcourschef Gerd Haiber bereits kräftig am Arbeiten. Insgesamt werden für
alle drei Prüfungen 15 bis 17 Hindernisse neu gebaut oder verändert. Wir dürfen auf die neuen
Sprünge und Aufgabenstellungen gespannt sein.
Das Grundkonzept der CIC***-Prüfung bleibt 2012 erhalten. Es wird wieder eine pferdefreundliche
Einlaufprüfung sein, die auch für junge Pferde, die am Anfang ihrer ***-Karriere stehen geeignet sein
wird. Die technischen Abfragen in der Prüfung werden nicht zu anspruchsvoll sein, aber dennoch
einer Olympiavorbereitung würdig, schon aufgrund des hügeligen Geländes, das der Olympiastrecke
sehr ähnelt.
In der ***-Sterne-Prüfung wird es eine Umgestaltung im Bereich des unteren Wassers geben. Dieses
wird im Gegensatz zu den vergangenen Jahren aus einer anderen Richtung überquert mit einem
darauf folgenden direkten Einritt in den Wald.
Auch in der *-Sterne-Prüfung wird es Veränderungen geben. Das Coffin am unteren Wasser fällt weg,
dafür kommt der Oberschwäbisch Tiefsprung, der bisher in der CIC*** enthalten war, in
abgeschwächter Form hinzu.
Während in Marbach die Vorbereitungen laufen, werden bei den deutschen Top-Reitern die
Marschrouten für Olympia im Juli 2012 in London abgesteckt. Marbach wird auf diesem Weg 2012
eine wichtige Rolle spielen und den Bundestrainern erste Eindrücke bringen.
Mittlerweile sind auch die ersten Nennungen eingetroffen. Welt- und Europameister Michael Jung wird
in Marbach auf jeden Fall mit seinem La Biosthethique Sam FBW am Start sein. Auch von anderen
Kontinenten liegen bereits Nennungen vor. So wird ein Reiter aus Ecuador teilnehmen. Die definitiven
Nennungen werden drei bis vier Wochen vor dem Turnier feststehen.
Catering und Ausstellung
Ganz im Mittelpunkt des Interesses steht natürlich der Samstag, der Geländetag. Dem will das
Cateringteam und die Organisatoren der Verkaufsausstellung auch gerecht werden und so wurde ein
neues Konzept für diese Bereiche entwickelt. Dieses Konzept sieht vor, dass in zentraler Lage bei der
alten Hütte, in der wie immer das Pressezentrum und der VIP Bereich untergebracht ist, eine
Ausstellungszeltstadt, oder besser Städtle aufgebaut wird, wo sich die Zuschauer gleich neben der
Strecke über neue Produkte informieren können, ohne, dass sie etwas vom Geschehen auf der
Strecke verpassen.
In unmittelbarer Nähe zur Ausstellungsstadt wird der Cateringbereich für die Zuschauer aufgebaut, in
dem schwäbische Spezialitäten angeboten werden, aber auch andere Schmankerln wie Kaffee und
Kuchen, Crepes, Dünnete, u.s.w. gibt’s dort zu essen.
In diesem Bereich findet zum Ende des Geländetags eine Happy Hour mit Partymusik statt, wobei es
dann Getränke zu reduzierten Preisen gibt.
Neben dem zentralen Catering- und Ausstellungsbereich wird noch ein zweiter Ausstellungsbereich im
Eichelesgarten aufgebaut und weitere Verpflegungsstationen z.B. am Oberen Wasser und im
Eichelesgarten.
Nicht verpassen darf man am Samstagabend die große Reiterparty mit verbilligten Preisen bis 21:00
Uhr, wo jedermann mit den Buschreitern bis tief in die Nacht abfeiern kann.
Neue Aktionen für Zuschauer und Drachenkinder
Am Geländetag wird eine Aktion zugunsten der Aktion Drachenkinder von Radio 7 stattfinden. Ein
vom amtierenden Welt- und Europameister Michael unterzeichnetes Rollup wird zugunsten der Aktion
versteigert. Der gesamte Erlös wird der Aktion Drachenkinder zur Verfügung gestellt.
Auch findet am Geländetag ein Fotowettbewerb statt, an dem sich alle Amateurfotografen beteiligen
können. Den Siegern winken Eintrittskarten für die Hengstparaden im Haupt- und Landgestüt
Marbach, die Ende September und Anfang Oktober stattfinden. Weiterhin werden die Siegerfotos in
Fachzeitschriften veröffentlicht.
Der Marbacher Turniersonntag ist auch Muttertag, daher wird jede Zuschauerin, die das Turnier
besucht ein Muttertagsherz erhalten. Diese werden extra durch einen Bäcker für die Marbacher
Vielseitigkeit angefertigt.
Ein Geländehindernis-Wettbewerb bietet für alle Interessierten die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung
des Geländekurses im Jahr 2013 in Marbach teilzunehmen. Bis zum Turnier können Vorschläge für
neue Geländehindernisse eingereicht werden. Die eingereichten Vorschläge werden auf dem Turnier
von der Jury unter dem Vorsitz von Gerd Haiber bewertet, wobei natürlich insbesondere bewertet
wird, ob die Vorschläge so auch wirklich realisiert werden können.
Der Sieger-Entwurf wird dann für die Internationale Marbacher Vielseitigkeit 2013 gebaut und in den
Kurs integriert.
Die Ausschreibung steht nach Ostern auf der Website www.eventing-marbach.de zur Verfügung.
Die Sieger werden noch auf der Veranstaltung in Marbach durch eine fachkundige Jury gekürt. Die
Ausschreibung steht ab Anfang April auf der Website www.eventing-marbach.de zur Verfügung.
Sportponyverkaufstage mit Ponyforum-Alpen-Cup bei der Marbacher Vielseitigkeit
Beim CCIP* Alpencup, einer internationalen Ponyvielseitigkeitsprüfung, die zugleich als EM-Sichtung
und zur Austragung des Preis der Besten dient, ist die Ponyforum GmbH in diesem Jahr bereits zum
zweiten Mal Titelsponsor. Gleichzeitig findet erstmals ein Sportponyverkaufstag für ca. 30
vielversprechende Kandidaten statt.
Die Kollektion ist streng selektiert und auf ihre Qualität geprüft. Vom Einsteigerpony bis zum
erfolgreichen Turniercrack findet sich für jeden Geschmack das richtige Pony. Wie immer befinden
sich alle zum Verkauf stehenden Sportponys ausnahmslos im Privatbesitz von Mitgliedern der
einzelnen Zuchtverbände und sind reell ausgebildet. Die Veranstaltung bietet Interessenten die
Möglichkeit, mehrere Sportponys eines gewünschten Leistungsstandes in idealem Umfeld zeitnah und
in Ruhe auszuprobieren.
Ab Mitte April kann die Kollektion bereits im Internet unter www.ponyforum.de begutachtet werden.
Bericht: Alex Singer / Bilder: Robert Kraft
25/03/12 Michael Jung dominiert CICO3* Fontainebleau
Michael Jung war schon vor seiner EM-Platzierung 2009 in Frankreich ein gern gesehener Gast auf Frankreichs Turnieren und er hat sich auch schon immer in Fontainebleau mit seinen Pferden wohl gefühlt.
Am vergangenen Wochenende aber hat er überlegen sein Können demonstriert - und das seiner Pferde - wie es sicherlich nicht oft vorkommt: Platz 1, 2, 4 im CICO3* und Platz 1, 2, 14 im CCI1* - dazu noch der Sieg mit dem deutschen Team im FEI Nations-Cup - noch Fragen?
"Alle meine Pferde haben sich gut angefühlt, auch mit den beiden jungen ist es toll gelaufen", kommentiert er selber seine Leistung gegenüber Uta Helkenberg/FN-Press und kann sich dabei weiterhin darauf verlassen, dass er in unglaublich konstanter Art und Weise in der Lage ist das Potential seiner Pferde ohne Abstriche auf den Turnierplatz zu bringen.
Die im Winter-Training bereits gezeigten guten Leistungen brachte aber auch Andreas Ostholt ins Viereck, das Gelände und den Parcours von Fontainebleau. Nach guter Dressur, einem bewusst zeitlich nicht alles fordernden Gelände und einer Nullrunde im abschließenden Springen, konnte er sich mit Franco Jeas über Platz 7 freuen.
Für den Olympia-Kandidaten also ein sehr gelungener Einstieg in eine spannende Saison und auch Bundestrainer Hans Melzer zeigte sich sehr zufrieden: "In beiden Winterlehrgängen war bereits eine ordentliche Leistungssteigerung bei Andreas und Franco Jeas sichtbar und es ist natürlich sehr erfreulich, wenn sich das auch bei einem Turnier umsetzen lässt."
Andreas Dibowksi hatte mit FRH Fantasia nach voran gegangener guter Leistung im Viereck und im Gelände leider 3 Abwürfe im abschließenden Springen, welches es allerdings auch in sich hatte.
Bundestrainer Hans Melzer: "Das Springen fand wieder auf dem großen Turnierplatz statt, das ist für die Pferde nach der Winterpause keine einfache Atmosphäre. Der Parcours hatte lange Linien, war sehr hoch und auch technisch anspruchsvoll."
Auch Sandra Auffarth mit Parancs (8) und Kai-Steffen Meier mit TSF Karascada M (4) hatten Abwürfe im Springen. Zusammen mit dem nicht auf Bestzeit angelegten Gelände reichte es deshalb dieses Mal nicht für vordere Platzierungen.
Der große Pechvogel war aber Simone Deitermann mit Free Easy NRW. Im Gelände zeigte sie nach Aussage von Hans Melzer eine sehr gute und sichere Leistung. Am letzten Wasser passierte es dann: Free Easy NRW stolperte nach dem Einsprung und Simone Deitermann musste aus dem Sattel.
Bundestrainer Hans Melzer: "Das war wirklich schade, bis dahin lief es richtig gut."
Das erste große Saisonziel, nämlich das CCI4* in Badminton wird Simone Deitermann aber hoffentlich weiter auf dem Plan haben, so äußerte sich jedenfalls Hans Melzer gegenüber German-Eventing. Sie selber möchte aber noch ein paar Tage über den geplanten Badminton-Start nachdenken.
Das CICO3* in Fontainebleau war die erste von sechs Wertungsprüfungen des neuen FEI-Nations-Cup-Eventing-2012. Den Sieg konnte das deutsche Team mit nach Hause nehmen. Es bestand aus Michael Jung, Andreas Ostholt, Andreas Dibowski und Kai-Steffen Meier.
Am kommenden Wochenende starten einige der deutschen Top-Reiter mit dem CICO3* in Fontainebleau/FRA in die Saison, für Bettina Hoy und Dirk Schrade, beide trainieren zur Zeit in England, hat diese bereits begonnen.
Uta Helkenberg (FN-Aktuell) hat pünktlich zum Start ein Interview mit Hans Melzer geführt und einige interessante Dinge erfahren.
FN-Aktuell:Herr Melzer, die Vielseitigkeit ist bekanntlich eine "Outdoor-Sportart". Hat die Saison für die Olympiakandidaten trotzdem schon begonnen? Hans Melzer: "Ja, wir hatten bereits zwei Lehrgänge im Bundesleistungszentrum in Warendorf. Beim ersten Termin Ende Februar wollten wir einfach mal sehen, wie die potenziellen Olympiapferde nach dem Winter so drauf sind. Daher stand vor allem Dressur- und Springtraining auf dem Programm. Anfang März hatten wir dann zum ersten Mal Geländetraining. Der Geländeplatz in der Bundeswehrsportschule bietet dafür beste Bedingungen und wir hatten auch Glück mit dem Wetter."
FN-Aktuell:Wie war Ihr Eindruck? Hans Melzer: "Wir haben insgesamt 13 championatserfahrene Reiter mit 15 Pferden auf unserer Liste und ich muss sagen, dass alle rechtzeitig angefangen haben und sehr gut vorbereitet nach Warendorf kamen. Vor allem in der Dressur haben sich fast alle verbessert. Man merkt, dass sich sie sich etwas vorgenommen haben und sich jeder Chancen ausrechnet. Das haben wir auch immer wieder betont: Jeder bekommt seine Chance, wenn er beweisen kann, dass er in Topform ist. Wir wollen aber keine ‚Schleichrunden' sehen. Jeder muss auch in den Vorbereitungsprüfungen sein Bestmögliches geben und sollte idealerweise beweisen, dass er eine Prüfung mit seinem Dressurergebnis beenden kann."
FN-Aktuell:Der Sichtungsweg war in den vergangenen Jahren immer individuell für jedes Paar einzeln gestaltet. Ist das auch 2012 wieder so? Hans Melzer: Ja, dieser Weg hat sich bewährt. In diesem Jahr werden die meisten außerdem mindestens eine oder sogar mehrere Prüfungen in England bestreiten. In einem britischen Park zu reiten ist eben noch etwas anderes als hier auf dem Kontinent. Einige sind auch für längere Zeit in England. Zum Beispiel Bettina Hoy und Beeke Kaack, die beide im Moment nicht im Championatskader sind. Sie können sich aber ebenfalls eine Chance ausrechnen, vor allem, wenn es wie geplant in Badminton gut für sie läuft. Sie sind jetzt beide schon auf der Insel und bereiten sich vor. Dieses Vier-Sterne-Turnier Anfang Mai ist aber auch für andere deutsche Reiter ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg nach London."
FN-Aktuell: Welche Turniere sind noch wichtig? Hans Melzer: "Die Saison beginnt jetzt am Wochenende in Fontainebleau. Das Turnier ist zugleich die erste Station der neuen Nationenpreisserie. Welt- und Europameister Michael Jung wird gleich mit drei Pferden dort am Start sein, außerdem reiten Andreas Dibowski mit FRH Fantasia, Andreas Ostholt mit Franco Jeas und Kai-Steffen Meier mit TSF Karascada M. Die meisten anderen starten am kommenden Mittwoch bei einer Ein-Tages-Prüfung in Luhmühlen auf M-Niveau. Bevor es in Deutschland mit dem CIC*** Marbach als erste Drei-Sterne-Prüfungen losgeht, gibt es im April noch das CCI*** Vairano in Italien. Dort wird beispielsweise Ingrid Klimke am Start sein, die vor einem möglichen Start in London noch ein Qualifikationsergebnis in einer ‚langen' Prüfung braucht. Die Longlist werden wir nach der Deutschen Meisterschaft und dem CCI**** Luhmühlen Mitte Juni aufstellen. Die letzte Station ist dann das Nationenpreisturnier im Rahmen des CHIO Aachen, wo wir zehn Startplätze zur Verfügung haben. Dort wird auch endgültig nominiert."
FN-Aktuell:Und wann geht es nach London? Hans Melzer: "Am 23. Juli werden wir morgens um vier Uhr als erste Nation in London ankommen. Das gibt uns die Gelegenheit, die Abläufe auf dem doch sehr beengten Terrain kennen zu lernen. Vor der Abreise haben wir noch ein kurzes Trainingslager in Bonn-Rodderberg. Dort haben wir für die Vorbereitung auf London die besten Bedingungen. Einerseits das hügelige Gelände für den letzten Konditionsschub und andererseits die Ruhe. Dort sind wir wirklich ungestört. Nicht zuletzt liegt Bonn sehr günstig für die Reise nach England."
Interview: Uta Helkenberg/FN-Press . Bild: GK
19/03/12 Simone Deitermann "geht online"
Wahrscheinlich konnte sie zeitgleich laufen und auch schon auf ihrem ersten Pony reiten: Simone Deitermann.
Nach einer durchwachsenen Saison 2011 geht es in diesem Frühjahr wieder in Richtung großer Ziele und eigentlich ist eine Top-Platzierung schon lange fällig.
Ob das bereits beim CCI4* in Badminton/GBR, vom 2. - 6. Mai, gelingen wird, können nun alle Fans hautnah verfolgen, denn Simone Deitermann hat eine neue Homepage.
Auf www.simone-deitermann.de [externer Link] informiert sie über ihr Team, ihre Pferde, die aktuelle Saison und vieles mehr.
Daumen drücken ist übrigens bereits am kommenden Wochenende angesagt, dann nämlich wird Simone Deitermann mit einem starken, deutschen Aufgebot im französischen Fontainebleau an den Start gehen.